Das Besondere der MSH
Im Folgenden finden sie Höhepunkte unseres Schulalltages
durch die alle Schüler im Laufe der MSH-Schullaufbahn
nachhaltig geprägt werden.

Aktuelle Informationen:
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MSH SPORT:
SCHÜLER, LEHRER, ELTERN - ALLE IN BEWEGUNG

Sport, Bewegung und Gesundheit sind wesentliche Elemente des Lebens an der MSH: Mehrmals in der Woche wird NIA trainiert und der Draussensport gehört nach dem norwegischen Vorbild des „Friluftsliv“ zur Sportphilosophie der MSH.
Für die Schule ist Segeln ein Teil der Bildung, denn zu ihrem Selbstverständnis gehört die weltoffene Philosophie des maritimen „Hamburg“.
Natürlich kommt der traditionelle Schulsport nicht zu kurz. Bundesjugendspiele finden selbstverständlich auch an der MSH statt. Aber nicht nur Schülerinnen und Schüler sollen in Bewegung und fit bleiben. Beim Hockey- und Badminton-Turnier sind auch Eltern und Lehrer mit dabei. Diese beiden Höhepunkte des MSH-Sportjahres sind Motivation für die gesamte MSH-Gemeinschaft, in Bewegung zu bleiben. 

DRAUSSENSPORT

Manche erinnern sich an ihre Schulzeit: Sport war früher nicht selten nur die Vorbereitung auf Wettkämpfe und die Bundesjugendspiele, nicht auf ein körperlich aktives Leben nach der Schulzeit.
Damit die Schule bestmöglich abschnitt, wurden die guten Sportler gefördert und die Anderen eher ihrem „physischen Schicksal“ überlassen. Wir gehen einen anderen Weg.
Die MSH möchte alle körperlich fit machen, für das Leben in und nach der Schule. Dabei wird keiner überfordert, sondern alle werden nach den individuellen Fähigkeiten gefördert. Zu dem MSH-Sport-Gesundheitskonzept gehört, dass Bewegung möglichst oft draußen stattfindet. 

Draussensport

„Draußensport“ ist die MSH-Devise, egal ob die Sonne scheint oder der Wind weht. Das hält gesund und immun.
Nur wenn die Unterrichtspläne Hallensport vorschreiben, die Temperaturen, der Regen entgegen Hamburger Usancen Extremwerte annehmen oder der Sportplatz umgegraben wird, suchen wir den Schutz einer Halle auf.
Natürlich erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Standardsportarten wie Laufen, Springen, Werfen oder Stoßen.
Auch üben sie Teamgeist, Ausdauer und Technik bei den Disziplinen des Mannschaftssportes wie Hockey, Fußball oder Volleyball.
Das sehen ja auch die Hamburger Unterrichtspläne vor.
Unsere Schülerinnen und Schüler sollen vor allem ein Gefühl und ein Auge dafür entwickeln, was im alltäglichen Leben zur Bewegung einlädt. Wie man sich in der täglichen Umgebung sportlich betätigen kann.
Der Wanderweg kann spontan zum Langlauf einladen, ein Hügel zum Sprint, der Ast eines Baumes zum Klimmzug oder zum Klettern, der Bachlauf zum Sprung. Schnee bedeutet Rutschen, ein Stück Seil Springen.
Alles kann zur Bewegung genutzt werden, man muss nicht erst eine teure Ausrüstung erwerben, um fit zu bleiben.
Die Grundidee kommt aus Norwegen, wo man das „Friluftsliv“ nennt. Dort ist das eine Philosophie: Mit vielen leichten oder anspruchsvollen körperlichen Aktivitäten in der Natur fit und jung bleiben.
Unsere Schülerinnen und Schüler werden nach dieser Philosophie über das gesamte Schulleben leistungsgerecht an diesen Lebensstil herangeführt.
Sie sollen später im Leben Freude an der Bewegung haben und physisch aktiv bleiben. Vor allem nicht aus Angst vor der Überforderung etwa vor einem Lauf oder Sprung zurückschrecken. Die MSH lässt sich bei diesem System übrigens vom Fachbereich  der Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg beraten.
Die Erkenntnisse fließen in die Fortentwicklung der MSH-Fitnessphilosophie ein, damit wir immer besser werden.

NIA: FREUDE AN DER BEWEGUNG

Eigentlich gehört NIA nicht wirklich in die „Abteilung Sportunterricht“, wie es bei anderen Sportarten in den offiziellen Hamburger Bildungsplänen vorgesehen ist.
An der MSH ist die „Neuromuskuläre Integrative Aktion“ ein ebenso besonderes Bildungsangebot wie das Erlernen der chinesischen Sprache.
NIA soll neben dem Draußensport zur Gesundheit und Wohlegehen der Schülerinnen und Schüler beitragen und wird deshalb so oft wie möglich in den Schulalltag integriert.
Nach langem Sitzen und geistiger Anstrengung sollen dynamische Bewegungsabläufe, koordiniert in der Gruppe, den Körper wieder in Schwung bringen.
NIA sorgt für andere Gedanken und macht den Kopf frei für neue Herausforderungen des Sprachen- oder Mathematikunterrichtes.

NIA

Zu den Bewegungselementen gehören z.B. Abläufe aus dem Jazz Dance oder dem Modern Dance, kombiniert mit Elementen etwa aus den asiatischen Kampfsportarten wie Aikido, Tai Chi oder Karate.
Bei NIA werden Muskeln aktiviert, von deren Existenz man nie etwas geahnt hatte. So kann man sie irgendwann spüren – bei der Bewegung oder später beim Muskelkater. Mit letzteren haben aber nur die Anfänger zu kämpfen.
NIA wird von eigens dazu qualifizierten Trainerinnen und Trainern unterrichtet, die in  kurzer Zeit untrainierte Schülerinnen und Schüler zu einer bühnenreifen Gruppendynamik zusammenschweißen.

HOCKEYTURNIER

Der Hamburg-Sport ist Hockey:
In der Hansestadt wurde 1901 der erste  Hockeyverein Deutschlands gegründet. In Hamburg gibt es die meisten Hockeyclubs. Nicht selten kommt der deutsche Meister aus der Stadt. Da wir von der MSH aus Überzeugung auch „Hamburg sind“, ist Hockey inzwischen „der“ MSH-Sport.
Nicht, dass wir andere Sportarten vernachlässigen – ein breites Sportangebot gehört zu unserem Schulalltag. Bei dem spannenden Mannschaftssport mit Hockeyschläger und Ball werden Teamgeist, Technik und Taktik, aber auch Ausdauer oder die Kraft fast aller Muskeln auf besondere Weise gefordert und gefördert.
Meist spielen wir Feldhockey draußen. Wir üben diesen Sport hin und wieder aber auch in der Halle aus.
Das ganz besondere an unserem Sport: Am Hockey kann sich einmal im Jahr die gesamte MSH-Gemeinschaft versuchen.
Das ist der Tag des großen MSH-Hockeyturniers.

Hockeyturnier

Es werden gemischte Mannschaften aus Schülerinnen und Schülern, Eltern, Verwandten und Freunden, sowie Lehrerinnen und Lehrern gebildet.
Bei diesem Format ist der Teamgeist natürlich besonders gefordert. Nicht jeder bringt die gleichen Voraussetzungen an Kenntnissen und Fitness mit. Das ist auch nicht wichtig, denn alle Spieler respektieren den anderen, so wie er es kann. Sie nehmen Rücksicht auf den Mitspieler– auch wenn es für den einen oder anderen Schüler verführerisch ist, sich für eine missratene Klassenarbeit zu rächen.
Die Erfahrung zeigt: Spaß, Gemeinsamkeit und Erfolgserlebnis der Teilnehmer stellen sich sehr schnell ein. Beim letzten Mal wurden immerhin über 100 Teilnehmer gezählt.
Die „Fabs“ setzten sich mit acht Schülerinnen/Schülern, zwei Eltern und einem Lehrer in einem spannenden Finale knapp mit 1:0 gegen die „Alligators“ durch. Aber die anderen Teams haben sich geschworen, beim nächsten Mal die Nummer 1 zu sein. Nach dem Turnier gibt es bei Kaffee, Tee und Kuchen ausführlich Gelegenheit zum Verschnaufen und zum Après-Hockey–Plausch. Dieser Sport ist eben nicht nur beim Spiel teamfördernd.
Durch das große Hockeyturnier wächst auch die gesamte MSH-Gemeinschaft enger zusammen.

Mehr zu Hamburg und Hockey auf http://www.hamburg.de/hockey. Beim Hockey arbeitet die MSH mit der Hockeyabteilung des SC Victoria Hamburg v.1895 e.V. zusammen. Ein Hockeytrainer des Vereins unterrichtet den Sport gemeinsam mit den Sportlehrern der MSH. Die Schule nutzt die Hockey-Anlagen des Vereins. Zum SC Victoria: http://sc-victoria.de . Hockeyähnliche Sportarten sind bereits aus der Antike, sowohl in Europa als auch in Asien, überliefert. Bekannter wurde der Sport in England seit dem 18. Jahrhundert. Dort war er vor allem Sport an den berühmten englischen Public Schools, wo er als Mannschaftssport noch heute populär ist. Olympiadisziplin wurde Hockey im Jahre 1908.

BADMINTONTURNIER

Beim Hockey bleibt man meist erdverbunden. Wer mit Schläger und (Feder)Ball aber lieber in die Höhe strebt, hat an der MSH die gleichen Chancen wie der Hockey-Fan.
Für die Anhänger des Badmintons wird an der Schule auch dieser Sport angeboten – wegen der Netzhöhe allerdings erst ab dem Gymnasium.
Beim Badminton arbeiten wir mit dem ETV Hamburg zusammen und nutzen die Sporthallen des ETV-Sportzentrums Hoheluft. Natürlich sollen auch badmintonbegeisterte Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer einmal im Jahr die gleichen Chancen wie die Hockey-Fans haben. Deshalb wird das alljährliche MSH-Badmintonturnier ausgerichtet.
Die Disziplin ist ausschließlich das gemischte Doppel.

Bdminton Turnier

Allerdings gibt es beim  MSH Badmintonturnier eine Besonderheit: Es wird das spezielle „MSH-doppelt gemischte Doppel“ gespielt. Zu einem Zweierteam gehören nicht einfach nur zwei Spieler.
Die MSH-Regel schreibt vor, dass eine(r) der beiden Teamspieler eine Schülerin oder Schüler sein muss, die/der andere ein(e) Erwachsene(r), ob das dann ein Elternteil, ein(e) Verwandte(r) oder Lehrerin bzw. Lehrer ist, wird durch das Los entschieden.
Bei den letzten Turnieren gab es unter den Teilnehmern jedoch keine großen Diskussionen über das „Wer mit Wem?“. Das spricht für den Teamgeist in der MSH-Gemeinschaft.
Erfrischungen gibt es aber auch nach diesem Turnier – ebenso wie einen entspannten Après-Badminton-Schnack.
Wer im nächsten Jahr dabei sein will, der sollte sich das erste Wochenende im November vormerken.

MEHR ALS NUR SCHULE:
DIE MSH IM FEIERZYKLUS

Ein Schulleben ist nicht nur Arbeit. Von Zeit zu Zeit muss gefeiert werden – sonst kommt einem das Schuljahr allzu lang vor.
Damit aber nicht permanent gefeiert wird, wollen die Anlässe für Feste und Feiern gut überlegt sein. Am besten, wenn die Feier irgendetwas mit der Schule und ihrem Selbstverständnis zu tun hat.
So beginnt an der MSH der jährliche Feierzyklus natürlich mit dem chinesischen Neujahrsfest.
Ihm folgt in der Regel der Fasching. Der hat zwar wenig mit Hamburg und dem Norden zu tun, denn schließlich gehört zu einer soliden Bildung, dass man weiß, welche fremdartigen Sitten und Gebräuche es sonst noch in Deutschland gibt.
Nach Ostern und einem „festlosen“ Mai gibt es im Juni die Teilnahme der MSH am Stadtteilfest in Groß-Borstel und als  „Happy-Ending“ des Schuljahres schließlich das Sommerfest.
Nach der großen Erholung in den Sommerferien wird dann wieder erst mal gearbeitet, außerdem stehen die Klassenfahrten an. Bis zum Dezember und zur MSH-Weihnachtspräsentation muss man sich also etwas gedulden, aber danach ist ja das chinesische Neujahrsfest nicht mehr weit und der nächste Feierzyklus kann beginnen…

CHINESISCHES NEUJAHRSFEST

In der MSH wird viel gearbeitet und gelernt, aber auch gerne gefeiert. Als „Schule mit einem Tor zu China“ beginnen wir den Jahreszyklus der Schulfeste
und –feiern natürlich mit dem chinesischen Neujahrsfest.
Das ist wohl der wichtigste chinesische Feiertag. Er fällt nach dem (inoffiziellen) chinesischen Lunisolarkalender auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar.
Mit dem Fest beginnt das neue Jahr, das im Zeichen eines der zwölf Erdzweige aus der chinesischen Astrologie steht. So bezeichnet man 2013 als das Jahr der Schlange, 2014 als das Jahr des Pferdes, 2015 ist dann das Jahr des Schafes.
Das Fest wird in China und in den vielen internationalen chinesischen Gemeinschaften lange vorbereitet:
Putzen, Basteln von Lampions und Spruchbändern, die Vorbereitung von Speisen und vieles mehr gehört dazu. Am letzten Tag des alten Jahres wird gegessen, Geschenke werden verteilt und vor Mitternacht setzt das große Feuerwerk ein.
Am Neujahrstag gibt es Grüße, Segen und man gedenkt der Ahnen. Auch an den folgenden Tagen wird weitergefeiert. Verwandte werden besucht und nicht zuletzt speist man gerne und gut. Die Festlichkeiten enden nach zwei Wochen mit der ersten Vollmondnacht.

Chinesisches Neujahrsfest

An der MSH müssen wir natürlich mit einer Kurzvariante des Festes zufrieden sein.
Man kann aber auch mit einer kleinen Feier in das Jahr der Schlange, des Pferdes oder des Schafes eintreten.
Zum einen gibt es in der Schule ein Jiaozi-Essen. Das ist ein chinesisches Teiggericht, vergleichbar der Maultasche, bei dem die Füllung aus Gemüse und Fleisch oder Garnelen besteht. Die Teigtaschen werden gekocht oder gedämpft und mit speziellen Saucen gegessen. Dazu gibt es chinesische Musik, Bilder aus China und natürlich wird von unseren Damen und Herren aus China die Bedeutung des Festes erklärt.
Das Lesen und Übersetzen der Transparente mit Glückwünschen zum Neujahrsfest ist stets eine Herausforderung an die Chinesischkenntnisse unserer Schülerinnen und Schüler – aber manches gelingt dann doch schon recht ordentlich.
Dann gibt es zu diesem Fest aber auch noch etwas Besonderes, nämlich einen vertieften Einstieg in den deutsch-chinesischen Austausch. Mit zwei bis drei Klassen nimmt die MSH am Deutsch-Chinesischen Neujahrsfest des Konfuzius-Instituts der Universität Hamburg im Yu Yuan Teehaus in Hamburg teil. Es wird am letzten, am Vollmondtag der Neujahrsfeierlichkeiten veranstaltet.
Zur Vorbereitung des Ereignisses basteln und bemalen unsere Schülerinnen und Schüler Lampions, die gemeinsam mit denen anderer Schulen zur Beleuchtung der Festnacht beitragen.
Wir freuen uns stets auf das nächste Fest, bei dem dann andere Klassen die Chance der Teilnahme haben.

FASCHING

Die Transparente mit den chinesischen Neujahrswünschen sind noch nicht zu Ende übersetzt, da werden schon die Faschings-, Karnevals-, Fastnachtsluftschlangen  geworfen.
Manchmal geht es sogar umgekehrt (s.u.).
In der MSH erklingen dann in der letzten heißen Phase vor dem Aschermittwoch die in hanseatischen Regionen eher verdächtigen Karnevalslieder.
Das Ganze findet im Februar, spätestens Anfang März statt.
Wie in China das Neujahrsfest, orientiert sich auch der Karneval nach dem Mond: Rosenmontag ist 48 Tage vor Ostern, und der Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem Frühlingsbeginn. Der früheste Rosenmontag ist also der 2. Februar, der späteste der 8. März.
So kann der MSH-Fasching auch schon mal die „Einstimmung“ auf das chinesische Neujahrsfest werden. Warum Fasching ausgerechnet an der MSH, der Schule mit dem Bekenntnis „wir sind Hamburg“?

Fasching

Die Hansestadt hat nicht gerade den Ruf, ein Traditionszentrum ausgelassenen Karnevaltreibens zu sein. Das hat etwas mit der Globalisierung und dem Wissensdrang an der MSH zu tun.
Die Welt wächst zusammen und mit dem Internet sind die Menschen überall unsere Nachbarn.  Man kann die Lebenswelt der Anderen schneller und besser kennenlernen und wenn die MSH mit den USA und China Verbindung hält, warum nicht auch fremde und durchaus merkwürdige Sitten und Gebräuche aus München, Mainz oder Köln (natürlich nur aus volkskundlichen Gründen) kennenlernen und gleich nachspielen.
So wird in den Grundschulklassen der Fasching „erprobt“, mit einer richtigen Karnevalsveranstaltung.
Dazu gehören Masken und Kostüme, die in Bastelstunden von Eltern und Kindern vorbereitet werden. Natürlich nach einem Karnevalsmotto, das jedes Jahr neu gefunden wird.
Am Tag der „Faschingssitzung“ wird erst mal richtig mit Karnevalsmusik eingeheizt, dann geht es weiter mit Spielen und kurzen lustigen „Büttenreden“. Schließlich erhält jeder noch einen Karnevalsorden aus Pappe, natürlich wertvolle Handarbeit, damit der Nachweis der Teilnahme an der Erforschung fremder west- und süddeutscher Sitten und Gebräuche auch dokumentiert werden kann.
Zwar gibt es keinen Rosenmontagszug durch Groß-Borstel mit dem Werfen von „Kamellen“ (rheinisch für Bonbons), an dem man teilnehmen könnte, aber bei der MSH-Faschingssitzung gibt es eine Kleinigkeit, so dass auch damit die „Faschingssimulation“ abgerundet wird.

DAS STADTTEILFEST IN GROSS-BORSTEL

Hamburg ist Teil unserer Philosophie, Groß-Borstel unsere tägliche Umgebung. Wir von der MSH-Gemeinschaft, die wir täglich aus ganz Hamburg im Brödermannsweg zusammenkommen, fühlen uns hier sehr  wohl. Die Menschen um uns herum sind nett und hilfsbereit, sowie Groß-Borstel mit viel Natur zwischendrin sehr sympathisch ist.
Wer hat nicht schon mal vom Eppendorfer Moor gehört, dem größten innerstädtischen Moorgebiet Europas.
Als eine Institution des Stadtteils ist die MSH natürlich auch Mitglied im Kommunal-Verein von 1889 in Groß-Borstel e.V. Damit weiß die Schule auch immer bestens über ihre Umgebung Bescheid.
Der Groß-Borsteler Bote des Kommunal-Vereins informiert nämlich auch uns über die Neuigkeiten im Stadtteil.
Ein besonderes Ereignis ist das Stadtteilfest in Groß-Borstel. Der Termin fällt regelmäßig auf einen Sonntag im Juni, Beginn mittags, „nach der Kirche“. Es ist eines der wenigen Feste dieser Art, das ausschließlich von Anwohnern, Vereinen und nicht-kommerziellen Organisationen getragen wird.
Da haben die Schulen und Kindergärten, die Kirchen, die Freiwillige Feuerwehr und viele andere mehr ihr Stände. Ein Flohmarkt gehört auch dazu. Er wird von vielen Anwohnern gerne genutzt, um mit ein paar Büchern, Micky-Maus-Heften oder Omas Sammeltasse Spaß am Handeln und am Klönschnack zu haben.
Natürlich hat auch die MSH einen Stand, der von Eltern organisiert wird. Bei diesem Ereignis macht die Schule  ihr Tor zu China auf und baut eine Brücke zwischen dem Reich der Mitte und Groß-Borstel. Am Stand der Schule können die Besucher des Festes zum Beispiel die hohe Kunst der chinesischen Kalligraphie bestaunen. Die Ergebnisse fleißiger künstlerische Arbeit werden dann hoffentlich auch einen ordentlichen Absatz finden.
Mit der Teilnahme am Fest und dem Stand auf dem Boden von Groß-Borstel demonstrieren wir die „Bodenständigkeit“ und die Solidarität der Schule mit den freundlichen Menschen in ihrem Umfeld.
Es ist ein Dankeschön an unseren Stadtteil.
Das Stadtteilfest dauert übrigens genau fünf Stunden. Das ist eine kluge Regel. Sie bringt den Stadtteil nicht nur rechtzeitig zur sonntäglichen Ruhe zurück, sondern lädt die Groß-Borsteler und ihre Freunde auch dazu ein, das Fest im kleinen Kreis ausklingen zu lassen.

Aber vor dem Ende des Festes setzt die MSH noch einen Höhepunkt: Die MSH-NIA-Tanzgruppe sorgt mit einem Flash Mob Dancing regelmäßig für helle Begeisterung…

DAS MSH-SOMMERFEST

Sommerfest muss sein! Ein Schuljahr ohne Sommerfest ist wie ein Film ohne „happy ending“. Alle bleiben traurig zurück.
Man kann nachts nicht mehr schlafen, ist morgens völlig zermürbt. Das darf nicht passieren. Deshalb feiern wir an der MSH ein besonders schönes Sommerfest, als happy „happy ending“. Es findet gegen Ende des Schuljahres im letzten Monat vor den Sommerferien statt.

Damit das Schuljahr nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulassistenz, den Hausmeister und last but not least natürlich auch den Schulleiter ein „happy ending“ hat, organisieren die Eltern das Ganze mit viel Engagement und Begeisterung. Zugegeben, einige Lehrer helfen auch mit und unterstützen die Organisation. Aber ohne die Eltern liefe da nichts. Und es läuft eine ganze Menge.
Zunächst gibt es da eine NIA-Aufführung. Das ist eine gute Information für Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde über dieses schuljährlich fast tägliche Bewegungstraining der Schülerinnen und Schüler. Es führt Elemente aus verschiedenen Sportarten zu harmonischen Abläufen zusammen.

Sommerfest

Es werden u.a. Tanzelemente und Bewegungsabläufe oder Katas aus ostasiatischen Kampfsportarten kombiniert.
Es gibt aber auch mehr traditionelle Gelegenheiten, sich im lockeren Wettbewerb auszutoben. Altmodisch, aber immer wieder schön sind Sackhüpfen, Tauziehen oder Eierlaufen. Nach solchen Anstrengungen gibt es zur Entspannung auch kleinere Geschicklichkeitsspiele oder leichte Tanzeinlagen für unsere Jüngsten.
Was wäre ein Sommerfest ohne Grill? Es käme wie ein Würstchen ohne Senf daher oder eine Currywurst ohne Curry. Deshalb ist Grillen beim Sommerfest Pflichtfach.
Natürlich gibt es auch eine Veggie-Abteilung – schließlich führt die MSH ja auch den Titel „Modern“.
Für den, der es lieber süß mag, haben fachkundige Eltern Kuchen gebacken, der in der Kombination mit Kaffee oder Tee immer wieder gern genommen wird.
Aber das ist noch nicht alles: Auch zum MSH-Sommerfest gehört ein Flohmarkt für diejenigen, die noch was Praktisches für den Urlaub suchen oder für den Nostalgiker, der mit einem alten Asterix schnell sein eingerostetes Französisch vor dem Start in die Bretagne aufpolieren will.
Beliebt ist auch die Tauschbörse für die Schulkleidung, die den älteren Schülerinnen und Schüler nicht mehr passt. Schließlich ist bis zu Beginn der Oberstufe die Wachstumsphase noch nicht abgeschlossen.
Herr Beyer freut sich ganz besonders, wenn jüngere Eltern die kleinen Größen für Erstklässler stark nachfragen, dass deutet doch auch auf ein vielversprechendes Potential von Schüleranmeldungen hin.
Für kommende Schulfeste ist eine Band in Planung. Selbstgemachte Musik ist ähnlich wie Omas selbstgekochte Marmelade immer besser als „Konserve“. Weil es ein „happy ending“ ist, erfreut sich das Sommerfest wachsender Beliebtheit.
Eingeladen ist übrigens nicht nur die engere MSH-Gemeinschaft, sondern auch Großeltern, Verwandte und Freunde der Schule aus Groß-Borstel sind herzlich willkommen.

DIE WEIHNACHTSPRÄSENTATION

Die Zeit des neuen Schuljahres zwischen der Rückkehr aus den großen Ferien und der ersehnten „Weihnachtspause“ ist bekanntermaßen sehr arbeitsintensiv. Der neue Lehrstoff ist sicher spannend, verlangt aber auch viel Konzentration und Mühen. Die Klassenfahrten sind in dieser Zeit eine willkommene Abwechslung, allerdings die einzige.
Der Spätsommer und der Herbst gehören dem Lernen und der schulischen Arbeit. Wenn dann endlich das Weihnachtsfest näher rückt, ist Zeit für eine erste entspannte Zwischenbilanz des Schuljahres im Kreis der MSH-Gemeinschaft.
Sie ist am letzten Schultag vor den Ferien so eine Mischung zwischen der Präsentation von Gemeinschaftsprojekten und einer Teestunde zum Einstimmen auf die Winter-Weihnachts-Pause.

Weihnachtspräsentation

Eine traditionelle Weihnachtsfeier mit Weihnachtsbaum, Christstollen und Glühwein soll es bewusst nicht sein, die gibt es inzwischen nämlich viel zu häufig – bei allen Gelegenheiten und überall in der Stadt.
Die Schülerinnen und Schüler, Eltern, Verwandte, Freunde und das Lehrerkollegium kommen zusammen, um sich bei einer Winter-NIA-Vorführung von den Fortschritten seit dem Sommerfest zu überzeugen, musikalische Vorstellungen einzelner Schülerinnen und Schüler zu hören oder sich eine Geschichte vorlesen zu lassen.
Jede Klasse soll sich mit einer etwa zehnminütigen Theatervorführung präsentieren – das kann etwa eine lustige Weihnachtsgeschichte sein oder ein kurzes Theaterstück.
Ganz besonders stolz sind die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge, wenn sie vor dem weihnachtlichen Hintergrund einen Sketch auf Englisch oder Chinesisch vorführen. Nach etwa eineinhalb Stunden werden alle mit den besten Wünschen in die wohlverdiente Weihnachtspause entlassen.
Der Sturm aus der Schule ist groß. Immerhin, „Frohes Fest“ haben sich bisher noch alle gewünscht…so viel Zeit muss sein.

BILDUNG AN DER MSH:
MEHR ALS DIE SUMME ALLER SCHULFÄCHER

Schule sollte mehr als die Summe aller Fächer sein.
Sicher muss Schule durch Vermittlung von Kenntnissen in den Schulfächern die Basis für ein Studium bzw. eine Berufsausbildung schaffen. Schule ist aber erst dann richtig erfolgreich, wenn sie den Grundstein für lebenslange wissenschaftliche Neugier und ein permanentes Bedürfnis nach Wissen und Bildung legt.
Dazu gehört, dass die Schülerinnen und Schüler früh lernen, als Wissenschaftler zu denken, sowie das Erlebnis, dass man mit fremden Sprachen wirklich weltweit kommunizieren und sich mit Menschen in fernen Ländern austauschen kann.
Das Verstehen von Kunst und Künstlern als einem elementaren Bestandteil von Kultur gehört ebenso dazu.
Wichtig für ein späteres Berufsleben ist es auch die Fähigkeit, eine Fragestellung in einer vorgegebenen Zeit im Team zu erarbeiten und darzustellen      

MSH-SCIENCE – DIE MSH ÜBT FORSCHERGEIST

Die Erfahrung lehrt: Naturwissenschaftlicher Forscher wird man nur selten von heute auf morgen.
Eine frühe Begegnung mit naturwissenschaftlichen Disziplinen, spannend vermittelt durch wegweisende Lehrerinnen oder Lehrer, hat manchen berühmten Wissenschaftler auf den Weg gebracht.
Max Planck ist so ein Beispiel. Die MSH will diese Erfahrung nutzen und bei dem Heranbilden junger Naturwissenschaftler einen „Heimvorteil“ ausnutzen. In der Grundschule und im Gymnasium wird unter dem gemeinsamen MSH-Dach gelernt. Die Grundschüler wachsen in die Gymnasialstufe auf, bleiben in der fachlichen und pädagogischen Obhut des Gesamtkollegiums der MSH. Der Weg von der ersten Klasse bis zum Abitur kann daher als kontinuierlicher und systematischer Lernprozess gestaltet werden.
Ein eigens entwickeltes Curriculum zum Erlernen der naturwissenschaftlichen Fächer, vor allem aber auch der Forschungsmethoden, kann mit den einfachsten Grundlagen schon in der ersten Klasse beginnen. Dabei wird das Fach Sachkunde in den Klassen 1 bis 4 genutzt. Die Grundschullehrer stimmen sich über Inhalte und Lernziele mit den Naturwissenschaftlern am Gymnasium ab, so können letztere dort weitermachen, wo die Lehrer an der Grundschule aufhören.
Neben dem Erwerb von physikalischem, chemischem oder biologischem Wissen, sollen die Schülerinnen und Schüler eine Vorstellung darüber gewinnen, wie Wissenschaftler zu denken und zu arbeiten, wie sie Erkenntnisse gewinnen.
Sie sollen lernen, wie ein Forscher eigene Fragen zu stellen und Wege zu einer möglichen Lösung zu finden.
Sie sollen „wissenschaftliche Neugier“ entwickeln und Fragen stellen: „Warum ist das so? Wie funktioniert das?“.
Die Lehrerinnen und Lehrer, die im Gymnasium die naturwissenschaftlichen Fächer vertreten, überlegen, welche Module in der Grundschule dabei zielführend sind, denn mit dem erreichten Basiswissen soll ab der 5. Klasse auf einem anspruchsvollen Niveau weiter unterrichtet werden. Das Ganze läuft dann kontinuierlich bis zur 10. Klasse.
So besteht die Chance, dass mehr Stoff erarbeitet wird, dass Experimente mit der Zeit auf immer höherem Niveau durchgeführt werden können und mehr Zeit auch für die Fragen der wissenschaftlichen Methodik eingeplant werden kann.
Für die Schülerinnen und Schüler soll dieser Weg zum besseren Verständnis der Naturwissenschaften  Motivation und Hilfe bei einer späteren Entscheidung sein, ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studienfach zu wählen.
Experten dieser Fächer werden auch in der Zukunft gesucht. Natürlich wäre es schön, wenn mit diesem besonderen MSH-Curriculum auch eine Forscherin oder Forscher den Weg in die Ruhmeshalle der Naturwissenschaft fände.
Der Nobelpreis wäre schon eine tolle Sache. Die MSH wird sich aber über jeden freuen, der später in einem natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Beruf erfolgreich und glücklich ist.

MSH-STUDIENWOCHE: ZUM TERMIN EIN THEMA IM TEAM ERARBEITEN

Innerhalb einer vorgegebenen Zeit ein Thema erfassen, zu bearbeiten und zum vorgegebenen Termin zu präsentieren, das ist eine Fähigkeit, die im Studium oder der Ausbildung und nicht zuletzt im späteren Berufsleben regelmäßig gefordert wird.
Je eher man das übt, desto besser.
Im Gymnasium der MSH ist hierfür die Studienwoche eingerichtet worden.
An einem Montag wird ein umfassendes komplexes Thema gestellt. Dieses Thema kann aus allen Fächern kommen: Naturwissenschaften, Sprachen oder Geschichte und Politik.
Die Schülerinnen und Schüler haben dann in Arbeitsgruppen vom Dienstag bis zum Donnerstag Zeit, die Fragestellung zu erfassen und zu bearbeiten. Dazu gehört ein Studium der Literatur, sei es modern mit Suchmaschinen im Internet oder altmodisch mit Literatur aus der Bibliothek.
Bei einem naturwissenschaftlichen Thema kämen vielleicht noch Experimente hinzu. Dabei wird natürlich auch darauf geachtet, dass später die Quellenhinweise sauber beachtet werden.
Wenn das Material zum Thema zusammengetragen ist, wird überlegt: Wie strukturiert man so einen komplexen Berg an Informationen, wo sind die Schwerpunkte, was soll am Ende die Botschaft sein? Das ist nicht ganz einfach, denn in den Arbeitsgruppen kommen viele Ideen und  auch widersprüchliche Vorstellungen zusammen.
Aber auch das gehört dazu: Innerhalb einer Arbeitsgruppe sich zu einer gemeinsamen Linie zusammenfinden und die Arbeit im Team zu organisieren.
Wenn dann – hoffentlich – am Donnerstag das Material geordnet und für die wesentlichen Aussagen zusammengefasst ist, muss eine Präsentation organisiert werden. Auch das ist eine große Kunst, nicht zuletzt wegen der Gruppendynamik im Team.
Dieses ist frei bei der Wahl der Präsentationsform. Das kann ein klassischer Aufsatz oder ein Vortrag sein. Natürlich steht auch die moderne Form der Power-Point-Präsentation zur Verfügung – vielleicht sogar ein Video, das man später bei YouTube einstellen könnte.
Der Freitag gehört der Präsentation und der Bewertung. Spätestens an diesem Tag ärgert man sich über verpasste Chancen oder freut sich über die für gut befundene Arbeit.
Ein Beispiel für die Studienwoche: Im Schuljahr 2013/14  war das historische Zeitalter der Aufklärung das große Thema. Hier lag „Kunst“ bei der Bearbeitung  in der Auswahl der Lebensbereiche, die von der Aufklärung beeinflusst wurden.
Philosophie und Naturwissenschaften waren im 18. Jahrhundert allmählich von den Bindungen theologisch-dogmatischer Vorgaben befreit. Philosophen und politische Denker hinterfragten zunehmend die absolutistische politische Entscheidungsfindung und den Geist der Gesetze. Die Grundlagen für die allmähliche industrielle Entwicklung entstanden.
Diese Fülle an Stoff in einer gelungenen Übersicht darzustellen oder die Aufklärung an einem Beispiel detaillierter zu verdeutlichen war ein Grundproblem der Arbeitsgruppen. Aber alle haben diese Aufgabe auf die eine oder andere Art gut bewältigt und beachtenswerte Präsentationen erarbeitet.

MSH-KULTURTHEMA: WELTRELIGIONEN IM FOKUS

Die MSH ist eine betont weltoffene Schule, in der Toleranz und die Achtung aller Kulturen und Bekenntnisse zentrale Werte darstellen, deshalb hat sie bewusst auf die Einführung von Religionsunterricht oder eines „Ersatzes“ etwa in Form eines Ethikunterrichtes verzichtet.
Die MSH ist sich aber bewusst, dass Weltreligionen ein bedeutender, bisweilen sogar ein entscheidender Faktor in der Geschichte der Menschheit bis in die Gegenwart darstellt.
Viele Kulturen, Gesellschaften und politische Systeme weltweit sind durch Religionen beeinflusst. Religionsgeprägte Rahmenbedingungen des täglichen Lebens, wie z.B. Feiertage und Feste, haben sogar auf das tägliche Leben von Menschen Einfluss, die sich zu keiner Religion bekennen. Deshalb ist das Wissen um einige bedeutende Weltreligionen von zentraler Bedeutung, wenn es gilt, Kulturen zu verstehen und komplizierte gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zu analysieren.
An der MSH werden Grundkenntnisse über die wichtigsten Weltreligionen im Rahmen der einmal im Jahr stattfindenden Projektwochen „Kulturthema“ vermittelt.
In jedem Jahr ist eine der fünf fokussierten Weltreligionen Gegenstand der Betrachtung: Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus.
Da alle Altersjahrgänge bis zur 10. Klasse an dem Projekt teilnehmen, wird sich jede Schülerin und jeder Schüler in der Schulzeit zweimal mit der jeweiligen Religion auseinandersetzen. So soll erreicht werden, dass möglichst wenige Fragen unbeantwortet bleiben.
In der dreiwöchigen Projektwoche soll die Religion Gegenstand im Unterricht eines jeden Schulfaches sein. Damit wird der Einfluss deutlich, den sie auf die verschiedensten Lebensbereiche hat. Selbst in der Mathematik kann gezeigt werden, wie der Kalender oder die Art zu Rechnen historisch beeinflusst wurden.
Wesentlich ist natürlich die Vermittlung von Kenntnissen im Sachkundeunterricht in der Grundschule und im Geschichts- bzw. Deutschunterricht im Gymnasium. Neben den wesentlichen Grundkenntnissen über den Gottesbezug und das Verhältnis des Menschen zu der jeweiligen Gottheit ist die Auswirkung der Religion auf Geschichte und Kultur der Gesellschaften Gegenstand im Unterricht.
Einige Klassen besuchen während der Projektwochen auch Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel der entsprechenden Religionsgemeinschaften in Hamburg.
Ein solcher Einblick vermittelt oft einiges an Stimmung und am Wesen der jeweiligen Religion und rundet damit das im Unterricht erworbene Wissen ab.
Die Erfahrung zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler diese Chance, etwas über Religionen zu lernen, gerne wahrnehmen.

Zwar werden die Projektwochen in der Grundschule etwas verkürzt und der Stoff altersgerecht aufbereitet, aber die Begeisterung gerade der Grundschülerinnen und Grundschüler hat das Projekt eindrucksvoll bestätigt.      

MSH-LESENACHT: LITERATURBEGEISTERUNG SOLL FRÜH BEGINNEN

Die Fähigkeit, sich mit Sprache und Literatur auseinanderzusetzen, ist aus Sicht der MSH eng mit Bildung verbunden. Literatur ist seit jeher eine Möglichkeit, sich mit der individuellen Existenz, mit gesellschaftlichen Zusammenhängen oder mit den vielen anderen Themen im Leben auseinanderzusetzen.
Literatur kann die Sprachfertigkeit unterstützen und erweitert den intellektuellen Horizont. Aber die Begeisterung für Literatur kommt häufig nicht von selbst, daher ist es wichtig, früh mit dem Lesen von Geschichten und spannenden Texten zu beginnen.

Lesenacht

Eine wichtige Anregung, zu einem Buch zu greifen und sich in die Lektüre zu vertiefen, kann das Zuhören sein. Nichts prägt sich besser ein, als wenn jemand eindrucksvoll vorliest. Viele erinnern sich an ihre eigene Schulzeit. Das Vorlesen des Lehrers in der letzten Stunde vor den Ferien gehörte zu den Ereignissen, an die man sich gerne zurückerinnert.
Die MSH-Lesenacht ist deshalb ein wichtiges Leseereignis, das unsere Jüngsten hungrig auf altersgerechte Literatur machen soll. Sie findet meist im November statt, wenn es draußen dunkel und kälter wird und man sich gerne eng zusammensetzt, um den Abend in einer netten Gesellschaft zu verbringen.
Meist treffen sich die Kinder der Vorschule und die Grundschülerinnen und Grundschüler gegen 18.00 Uhr mit Erzieherinnen, Lehrerinnen und Lehrern, einigen Eltern, sowie Gymnasialschülern und starten erst einmal mit einem gemeinsamen Abendessen.

Lesenacht

Gegen 19.30 Uhr holen dann die Gastvorleser, Lehrer oder Eltern, die Bücher heraus und lesen die ausgewählten und möglichst spannenden Geschichten vor.
Dabei sollen die „Lesestücke“ ein gemeinsames Grundthema, ein Motto behandeln, das vorher von den Schülerinnen und Schülern ausgewählt und im Klassenrat beschlossen wurde.
Einmal gab es Gruselgeschichten mit Kobolden und anderen Geistern.
Ein anderes Mal wurden Texte über „Spürnasen und Detektive“ vorgelesen. Dabei werden sowohl Klassiker als auch Geschichten moderner Autoren ausgewählt.
Bei der „Detektivnacht“ gehörte natürlich Erich Kästners „Emil und die Detektive“ dazu, neben zeitgenössischen Autoren wie Jürgen Banscherus mit seinen Geschichten aus der Reihe „Ein Fall für Kwiatkowski“.

Lesenacht

Übrigens dürfen die Grundschülerinnen und Grundschüler vorher wählen, bei welcher Geschichte man zuhören möchte – da gibt es keinen „Klassenzwang“.

Die Lesenacht ist jedes Mal ein „Renner“ und es gibt regelmäßig Proteste gegen die Uhr, wenn der kleine Zeiger die Neun und der große die Zwölf erreicht und sie damit das Ende des abendlichen Ausfluges in die Literatur anzeigt.     

MSH-SCHULPATENSCHAFT CHINA

Wer durch das chinesische Tor der MSH geht, kommt zuerst nach Xi´an. Dort ist die Partnerschule der MSH zuhause, die Xi´an-Fremdsprachenschule in der alten Kaiserstadt und ältesten Hauptstadt des Reiches der Mitte. Die über 3000 Jahre alte Metropole war der Ausgangspunkt der Seidenstraße und wurde aufgrund ihrer geographischen Lage auch „Tor zum Westen“ genannt.
Weltberühmt wurde Xi´an durch die 1974 entdeckte Terrakotta-Armee. Viele Tausend Soldaten aus Ton, Infanterie und Kavallerie, sollten das Grab des 210 v.Chr. gestorbenen Kaisers Qin Shihuángdi schützen.
Heute hat die Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi etwas unter 8 Million Einwohner, von denen knapp 4 Million im Bereich der „Innenstadt“ leben. Die Fremdsprachenschule Xi´an wurde im Jahre 1963 vom damaligen Ministerpräsidenten Zhou Enlai als eine der ersten Fremdsprachenschulen Chinas gegründet.
Die Schule ist mir rund 2800 Schülerinnen und Schülern relativ groß. Sie ist in eine Grundschule, sowie in eine Mittelschule gegliedert.

Grundschule

Knapp 100 Schülerinnen und Schüler lernen Deutsch. Die Schule hat viele Kontakte zu Schulen in aller Welt.
Wie funktioniert die Schulpatenschaft zwischen der MSH und ihrer Partnerschule?
In der vierten Klasse sind die Schülerinnen und Schüler an der MSH soweit, dass sie eine einfache Kommunikation auf Chinesisch führen können.
Daher wird ab der vierten Klasse begonnen, jede Woche einmal mit Schülerinnen und Schülern der Partnerschule zu skypen. Auch E-Mails werden ausgetauscht – dabei werden die Schriftzeichen nicht elektronisch dargestellt. Das wäre noch zu schwierig.
Die Schülerinnen und Schüler schreiben die Schriftzeichen per Hand, das wird dann eingescannt und per Mail versandt. Jeder hat eine individuelle Partnerschülerin oder einen individuellen Partnerschüler in China. Obwohl der Anfang dieser Kommunikation nicht ganz einfach war, macht der Kontakt mit Partnern in diesem spannenden Land viel Spaß. Und wenn es hakt, helfen unsere Chinesischlehrerinnen und –lehrer gerne mal beim Formulieren und Schreiben.

Mittelschule

Zur Patenschaft gehört natürlich auch, dass Schulleitung und die Fachlehrer der chinesischen Sprache mit den jeweiligen Kolleginnen und Kollegen regelmäßig in Verbindung bleiben. Geplant ist auch ein Austausch, um sich besser kennenzulernen und die Methoden des Lernens der jeweils anderen Sprache zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler erweitern beim kommunikativen Austausch nicht nur ihre Sprachkenntnisse, sondern Sie lernen auch eine Menge über das andere Land, die Kultur und das tägliche Leben dort.
Höhepunkte der Patenschaft sollen Aufenthalte in Xi´an sein.
Ab der 8. Klasse soll die Möglichkeit eines zweiwöchigen freiwilligen Aufenthaltes in China eingerichtet werden. Eine solche Reise ist bei allem Respekt vor der elektronischen Kommunikation immer noch der beste Weg, Sprache, Land und Leute besser zu verstehen. Ab der 10. Klasse soll ein Auslandsaufenthalt Pflicht werden. Das ist eine große Chance,
sechs bis acht Wochen in China zu verbringen. Wem es dann sehr gut dort gefallen hat und wer ein Heimweh nach China entwickelt, kann sich für ein ganzes Jahr in Xi´an entscheiden.

MSH-SCHULPATENSCHAFT USA

„Under construction“: Die Schulpatenschaft der MSH mit einer Schule in den USA ist noch eine Baustelle. Derzeit wird eine Schule in den USA gesucht, die sich gut für einen langfristigen Kontakt eignet. Ziel ist es, neben dem sprachlichen Austausch in den Sprachen Englisch und Deutsch einen Kulturaustausch zu etablieren, der beide Seiten bereichert. Für Geschäftsbeziehungen und Reisen ist das Beherrschen des Englischen von großem Vorteil. Aber auch das gegenseitige Verständnis der jeweiligen Werte und Denkweisen soll durch eine enge Schul- und Schülerpartnerschaft gefördert werden. Das US-amerikanische Schulsystem ist so aufgebaut, dass junge Leute in den USA in der Regel nacheinander drei Schulen besuchen. Man beginnt mit der Primary School, auch Elementary School genannt. Sie kann vom Kindergartenalter bis zur vierten, fünften oder sechsten Klasse reichen, je nach Bundesstaat und Schulbezirk. Danach folgt meist die Middle School oder Junior High School mit den Klassen sechs bis acht oder fünf bis neun. Danach folgt die High School mit den Klassen neun bis zwölf. Sie ist am ehesten mit der deutschen Gesamtschule vergleichbar. Ideal für die MSH wäre eine Schule mit Middle School und High School unter einem Dach oder an einem Ort. Kontakte via Skype und E-Mail sollen schließlich so früh wie möglich beginnen und Besuche oder Aufenthalte in den USA sollten nicht erst in der Endphase auf dem Gymnasium Realität werden. Geplant ist ein Besuch der MSH-Schüler bei den Partnerschülern in den USA in der 8. Klasse.

Die Suche nach einer Partnerschule in den USA lohnt sich also und  – auch wenn es etwas länger dauert.  

MSH-ARTIST IN SCHOOL

Kunstunterricht und Kunsterzieher hat jede Schule, aber nicht in jeder Schule arbeitet ein bekannter Künstler in einem schuleigenen Atelier.
An der MSH war im zweiten Stock noch ein großer Raum frei, mit vielen Fenstern, die eine Menge Licht hineinlassen.
Gerade Licht ist wichtig für die Entstehung von Kunst: Von Bildern oder von gegenständlichen Objekten.
Was lag näher, diesen Raum  mitten in der Schule jeweils für ein Jahr einer Künstlerin oder einem Künstler für die Arbeit anzubieten.
Die „Miete“ für die Nutzung des MSH-Ateliers wird allerdings nicht in Geld, sondern in einer Art „Naturalie“ bezahlt. Wer im Atelier kreativ arbeitet, soll den Schülerinnen und Schülern Einblick in die Entstehung von Kunst gewähren, deshalb dürfen die jungen Leute durch eine Glaswand verfolgen, wie beispielsweise ein Gemälde entsteht.
Außerdem geht die Künstlerin oder der Künstler einmal im Jahr für eine Doppelstunde in jede Klasse und erarbeitet mit den Schülerinnen und Schülern ein Kunstprojekt.
Die Beobachtung der Gestaltung von Kunstobjekten im Atelier und das gemeinsame Kunstprojekt machen es möglich: Schülerinnen und Schüler lernen Kunst als kreativen und nicht immer einfachen oder steuerbaren Prozess kennen.
Gleichzeitig erleben sie, dass Künstler ganz „normale Menschen“ sind und keine unnahbaren Genies, wie das manchmal im Museum vermittelt wird.
Die naive Ehrfurcht vor dem Genie weicht der intelligenten Einsicht, dass man sich das Verständnis für Kunst und auch für künstlerische Techniken erarbeiten kann – vor allem, wenn man kompetente und erfolgreiche Vorbilder gleich in der Schule kennenlernt.
Das „Größte“ ist natürlich, wenn man „seine“ Künstlerin oder „seinen“ Künstler in Galerien, Ausstellungen oder im Internet wiederfindet.
Bei ihrem Projekt bekam die MSH freundliche Unterstützung vom bekannten Hamburger Verein „Ateliers für die Kunst“.
In einer Ausschreibung wurde das Angebot der Schule bekannt gemacht. Mit Erfolg!
Im Sommer 2011 begann der Installationskünstler und Photograph Sakir Gökcebag seine Arbeit im MSH-Atelier. Bis zum August 2012 hat er dort rund 15 Installationen aus Alltagsgegenständen hergestellt, etwa aus Regenschirmen, Wasserwaagen oder Teppichen. Nicht zuletzt seine großflächigen Installationen aus Toilettenpapier sind bekannt. Dieses vermeintlich banale Material hat er auch für die Kunstarbeit mit einer Klasse genutzt. Die Schülerinnen und Schüler empfanden Christo nach und wickelten alles ein, einschließlich sich selbst. Diese „Wickelstunde“ musste natürlich mit einem recht lebhaften „Entwickeln“ enden.
Im September 2012 wurde der Atelierschlüssel von Sakir Gökcebag an die Malerin Anna Genger mit übergeben.
Die aus Hamburg stammende Künstlerin hat erfolgreich in Großbritannien und den USA gearbeitet.
Im MSH-Atelier ist ihr Gemäldezyklus „belle de jour“ Frauenpsychen entstanden.
Auf diesen neuen Bildern – Öl auf Leinwand -  hat die Künstlerin bis zum Sommer 2013 ihre Beobachtungen und Erfahrungen zur psychologischen Situation der Frau abstrahiert und malerisch festgehalten.

Besondere Attraktion für die Schülerinnen und Schüler der MSH war übrigens der treue Begleiter von Anna Genger. Ihre König-Charles-Spaniel-Hündin Rosa.
Diese gelassene und stets gut gelaunte Weggefährtin der Künstlerin hat schnell die Herzen aller in der MSH erobert und so wurde sie im Kunstunterricht gleich genutzt:
Unter fachkundiger Anleitung von Frau Genger entstand der Zyklus Hundert Rosa Hunde, der sogar in einer viertägigen Ausstellung über die MSH-Aktion in der Hamburger Sparkasse zu bewundern war.
Der Schlüssel zum Atelier wandert weiter.
Anna Berndtson, eine international bekannte Performancekünstlerin aus Schweden, zieht als Gastkünstlerin in die MSH ein.
Sie hat bereits in vielen Ländern Performancekunst gemacht und ausgestellt:
In Schweden, England, Norwegen, Irland und nicht zuletzt in Deutschland.
Bei ihren Aktionen, auf Videos oder Fotos setzt sie sich in verschiedenen räumlichen oder gesellschaftlichen Zusammenhängen selbst in Szene, häufig ironisch oder sarkastisch, aber auch die Gesellschaft um sie herum wird in Aktionen durch die Perspektive dieser Kunstform betrachtet und analysiert.
Dabei will Anna Berndtson bei keinem Thema und keinem Material „hängenbleiben“.
Sie ist stets auf der Suche nach Neuem.

Die MSH ist gespannt, was alles passieren wird…  

MSH-SCHÜLERZEITUNG

Was ist ein Leben ohne Zeitung, ohne Presse, ohne Medien?
Es ist unvorstellbar, nicht über die neuesten Ereignisse informiert zu werden oder wenigstens sich über den neuesten Klatsch aufzuregen.
Deshalb gehört eine Zeitung auch zur Schule dazu.
An der MSH ist das aber keine Schulzeitung, von allen für alle gemacht, sondern eine Schülerzeitung, von Schülerinnen und Schülern für alle geschrieben und gestaltet.
Warum sie ausgerechnet „Sahnehäubchen“ heißt, ist leicht erklärt.
Den Titel hat man sich vor einiger Zeit in der fünften Klasse ausgedacht – Die Zeitung ist das Sahnehäubchen auf der Schule.
Mit der Zeitung hat die MSH nicht nur eine eigene Presse, mit der die MSH-Gemeinschaft über interessante Themen informiert wird. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler des Redaktionsteams, wie man Zeitung „macht“, wie Artikel geschrieben werden, wie eine Seite mit Text und Bildern gestaltet wird.
Vielleicht kann das ja später einmal helfen, wenn der berufliche Weg in den Journalismus führt, daher sollen die jungen Redakteure und Reporter auch möglichst über eine längere Phase dabeibleiben. Nur so lernt man das Geschäft richtig.
Außerdem ist es wichtig, das Redaktionsteam gut zu mischen: verschiedene Altersgruppen und Klassen, Grundschule und Gymnasium, Schülerinnen und Schüler.
Das ergibt dann gleichzeitig einen guten Mix an Themen, Texten und Bildern.
Es soll ja auch eine Fülle an interessanten Dingen berichtet werden: Schulalltag, Feste, Sportereignisse, Klassenfahrten und auch die Klatschspalte ist wichtig.
So lernt man etwas über die Eigenwilligkeiten von Haustieren oder die Hobbies von Lehrern kennen.
So etwas wird immer wieder gern gelesen. Ganz ohne Lehrer geht es natürlich nicht. Deshalb betreuen ein Team zwei Deutschlehrer die Zeitung – schließlich sollen sich keine Rechtschreibefehler einschleichen, die in Klassenarbeiten zur Nachahmung verleiten.

BEGEGNUNG DURCH THEATER

Zur Bildung und zu den Grundsätzen der MSH gehören die Vermittlung eines sozialen Bewusstseins und die Erkenntnis, dass es nicht wenige Menschen gibt, die auf ihrem Lebensweg solidarisch unterstützt werden müssen.
Jemandem zur Seite zu stehen, der es im Leben durch eine Beeinträchtigung schwerer hat als andere, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
Es ist aber klug, dies gerade jungen Menschen immer wieder bewusst zu machen und das soziale Bewusstsein zu fördern. Deshalb wird einem gemeinsamen Projekt der MSH mit der Schule Lokstedter Damm besondere Sorgfalt gewidmet.
Die Schule Lokstedter Damm in Groß-Borstel ist eine Bildungseinrichtung für Grundschüler und Jugendliche bis 18 Jahre, die einer besonderen Förderung in der geistigen, körperlichen, emotionalen und sprachlichen Entwicklung bedürfen.
Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse des MSH-Gymnasiums üben ganzjährig zusammen mit der Schule Lokstedter Damm ein Theaterstück ein, das an einem gemeinsamen Theatertag einem Publikum beider Schulen vorgeführt wird.
Eingeladen sind Eltern, Verwandte, Freunde und natürlich die Groß-Borsteler, die sich so von dem Engagement der beiden Schulen in ihrem Hamburger Stadtteil überzeugen können.
Das Programm an diesem Tag gibt übrigens nicht nur den Mädchen und Jungen der Theatergruppe eine Chance, sich gemeinsam zu präsentieren.
So hat es etwa vor der Theateraufführung im Februar 2013 einen zusätzlichen Programmpunkt gegeben:
Die Vorführung eines NIA-Ensembles der MSH, die von den Rhythmen der stadtteilbekannten Sambagruppe mit Schülerinnen und Schülern aus sieben Klassen der Lokstedter Schule angefeuert wurde. Auch das musste natürlich vorher in gemeinsamer Arbeit einstudiert werden.
Das an diesem „Theatertag“ aufgeführte Theaterstück trug übrigens den Titel „Die Gans, die aus der Reihe tanzt“ und handelt von einer kleinen Gans, die beim strengen Marsch der Gänseschar zuerst nicht mithalten kann. Zuerst ist sie traurig, dann aber watschelt sie allein, nach einem eigenen Rhythmus, und reißt schließlich alle Tiere des Bauernhofes mit sich nachdem je eigenen Rhythmus zu watscheln. Dieses Stück, das Kindern Mut machen soll, war natürlich ideal für das gemeinsame Projekt beider Schulen.
Diese Aufführungen der gemeinsamen Theatergruppe geben nicht nur den Kindern und Jugendlichen, die ihre Position im Leben hart erarbeiten müssen, Selbstbewusstsein.
In der gemeinsamen Zeit der Proben und der Aufführung lernen auch die Schülerinnen und Schüler der MSH die wichtige Fähigkeit, mit förderbedürftigen Gleichaltrigen zusammenzuarbeiten, sie zu verstehen in ihrem Besonderen anders sein und auf sie einzugehen, sowie auf dem Weg zu unterstützen um gemeinsam erfolgreich zu sein.
Eine ganz wichtige und positive Erfahrung ist jedes Mal, dass es auch wenn es anfangs Berührungsängste gibt, immer ein improvisierendes Ergebnis am Ende vorgeführt wird.
Im Gegenteil: Das Engagement bei jedem Einzelnen ist groß und auf diese wichtige Erfahrung mag keiner verzichten.
Deshalb kommt diesem Projekt im Jahresrhythmus beider Schulen eine große Bedeutung zu.

KLASSENFAHRTEN

Erfahrungen mit weiten Reisen in Deutschland oder ins Ausland machen heute viele Schülerinnen und Schüler in den Ferien, manche sogar bei Auslandsaufenthalten der Eltern. Deshalb müssen die Klassenfahrten der MSH-Grundschule und die Reisen bis zu der Mittelstufe des MSH-Gymnasiums nicht dem Kennenlernen von Orten im Ausland oder ferner Ziele in Deutschland dienen.
Es geht bei den ersten gemeinsamen MSH-Klassenreisen erst einmal darum, die Gemeinschaft der Schülerinnen und Schülern zu stärken. Das Zusammenleben mit anderen in einer engeren Umgebung, mehrere Tage lang und 24 Stunden am Tag, will gelernt sein. Unterschiedliche Charaktere, Interessen und Lebensgewohnheiten stoßen aufeinander.
Das kann interessant und spannend sein, aber auch zu Konflikten führen. Daher soll diese gemeinsam verbrachte Zeit genutzt werden, um das  „Demokratische und Interkulturelle  Lernen“ zu vertiefen, Konfliktlösungen zu trainieren und die Ideen eines rücksichtsvollen und toleranten Zusammenlebens praktisch umzusetzen.
Je früher damit begonnen wird, desto eher und tiefer kann sich das Bewusstsein für einen konfliktfreien Umgang miteinander und für eine demokratische Willensbildung einprägen. So war z.B. eine Streitschlichterausbildung im Rahmen einer Fahrt der dritten bzw. vierten Grundschulklasse in das niedersächsische Hitzacker sehr erfolgreich.
Bei einer Fahrt der fünften Klasse  wurde in einem Kletterpark ausführlich die Bildung von Teams trainiert – wichtig für eine enge Gemeinschaft, die in Gefahren voll aufeinander angewiesen ist.
Am folgenden Tag dieser Reise wurde anhand der „Giraffen- und Wolfsprache“ besprochen, wie eine gewaltfreie Kommunikation funktionieren kann. Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler auf den Klassenfahrten lernen, wie man selbst und ohne Hilfe im Team einen Reisetag kooperativ organisiert: Thema und Programm entwerfen, Planung gestalten, Finanzierung sichern, Aufgaben und „Personal“ einteilen, für eine reibungslose Ausführung sorgen. Das Ganze soll dann möglich ohne Streit und einvernehmlich laufen.
Immerhin haben die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse das bei einer Klassenfahrt in das holsteinische Ahrensburg ganz gut hinbekommen. Damit haben sie sich für die großen Reisen qualifiziert, die in höheren Klassen auf sie zukommen. Da geht es dann um die Organisation der großen Reise nach China, zur Partnerschule in Xi´an. An der Planung und der Vorbereitung sollen die jeweiligen Klassenräte eng beteiligt werden.
In China muss schließlich auch etwas Besonderes auf dem Programm stehen, das die Schülerinnen und Schüler mitbringen und ihren chinesischen Partnerinnen und Partnern bieten: Etwas über das Leben in Deutschland und an der MSH, wie man das Leben in einer Klasse mit einem Klassenrat organisiert oder vielleicht auch ein Theaterstück und eine Sportvorführung.
Ähnliches gilt für eine Reise in die USA, wo derzeit eine Partnerschule gesucht wird.

Die Prognose für den Erfolg dieser Reisen ist gut. Bisher haben die Klassenräte dazu beigetragen, dass die Klassenfahrten erfolgreich waren und die Gemeinschaften gestärkt wurden.