Häufig gestellte Fragen (FAQ)

I.WARUM SCHULE IN FREIER TRÄGERSCHAFT/ PRIVATSCHULE?
1. Warum soll mein Kind eine Privatschule besuchen?

Eine Privatschule wird im Unterschied zu einer staatlichen Schule meist „Schule in freier Trägerschaft“ oder „freie Schule“ genannt. Diese Schulen bieten besondere Leistungen bei der Erziehung und Ausbildung, meist auch eigene bewährte pädagogische Konzepte an. Eine Schule in freier Trägerschaft kann sich unbürokratisch, schnell und optimal auf veränderte Bildungsanforderungen einstellen, ohne langwierige Abstimmungsprozesse. Schülerinnen und Schüler brauchen heute mehr als je zuvor eine aktuelle und moderne Schulbildung. Die jungen Menschen müssen auf ein berufliches Leben in der sich rasch ändernden und globalisierten Welt vorbereitet werden. Wer sich morgen und übermorgen in seinem Beruf engagiert, muss mit Informationstechnologien umgehen können, die inzwischen immer schneller weiterentwickelt werden. Von den Absolventen der Schulen wird Kompetenz in Weltsprachen erwartet, in Mathematik und Naturwissenschaften. Zum Leben in der modernen Welt gehört auch, dass bereits im frühen Alter Sozialkompetenz, Verantwortung in der Demokratie, Konfliktbewältigung und Umgang mit verschiedenen Kulturen erlernt werden. Gleichzeitigt aber brauchen gerade die jüngeren Schülerinnen und Schüler Geborgenheit in einem vertrauten und behüteten Umfeld. Sie brauchen mehr denn je individuelle Betreuung und Förderung. Zwischen den Anforderungen der modernen Welt und dem Verlangen nach geborgener Individualität besteht aber ein Spannungsverhältnis. Es ist die besondere Kompetenz der MSH, dieses Spannungsverhältnis durch individuelle Betreuung, Hilfe und Förderung bei der Wissensvermittlung und der Erziehung aufzulösen. Es ist der besondere Vorteil der MSH, unkonventionell und unbürokratisch zu sein und modernes Lernen nachhaltig zu vermitteln.

2. Was ist das Besondere an der Modernen Schule Hamburg?

Wir sind modern: Wir legen den Schwerpunkt auf Fächer, die auch noch übermorgen dringend gebraucht werden. Die modernen Weltsprachen Englisch und Chinesisch lehren wir von Anfang an. Später kann man sich zusätzlich für Spanisch oder Französisch entscheiden. Dabei wird Chinesisch und das Verständnis für chinesische Kultur ein Schlüssel für die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler sein: Das megadynamische Asien, voran China, wird bald auch bei uns eine wichtige Rolle im täglichen beruflichen und kulturellen Leben spielen. Wir legen Wert auf Mathematik und Naturwissenschaften. Auch sie sind zentral für viele Berufe der Zukunft. Wir vermitteln Fächer, die das Verständnis für wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge schärfen. Wir fördern die musische und künstlerische Kompetenz: Denn der tolerante Zugang zur eigenen und zu fremden Kulturen wird in der Globalisierung immer wichtiger. Wir fördern Freude an Sport und Bewegung. Damit auch im späteren Leben die Bedeutung der  Gesundheit und des Wohlbefindens bewusst bleibt. Wir sind eine aufgeschlossene freie Schule: Unsere Schülerinnen und Schüler lernen nach modernen pädagogischen Erkenntnissen und mit neuen Technologien. Dabei hat die individuelle Betreuung besondere Bedeutung. Hausaufgaben etwa gibt es in der Grundschule nur in Ausnahmefällen. Bei uns wird der Unterrichtsstoff in Lernzeiten systematisch und mit kompetenter pädagogischer Betreuung vertieft. Das verhindert Fehlentwicklungen und Frust. Das verhilft den Schülerinnen und Schülern zu unbeschwerter und entspannter Freizeit zuhause. Demokratie und Toleranz täglich leben ist ein weiteres wichtiges Element an der MSH. Wir legen Wert darauf, dass unsere Schüler Verantwortung für die Gesellschaft und das Gemeinwohl lernen. Wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler von Anfang an „Demokratisches Leben und Handeln“ lernen. Wir sind Hamburg: Das ist nicht nur unser geographischer Standort, sondern mehr, eine Philosophie. Hamburg steht für Weltoffenheit, Toleranz, Wirtschaftskompetenz. Weltweites unternehmerisches Handeln ist immer die Grundlage für Hamburgs Bedeutung und Wirtschaftskraft gewesen. Wir wollen Unternehmergeist und Verständnis für Wirtschaft vermitteln, damit unsere Schülerinnen und Schüler auf ein erfolgreiches Berufsleben überall in der Welt vorbereitet sind.

3. Was bedeutet „Demokratisches Leben und Handeln lernen“

Unsere moderne demokratische Gesellschaft, in der sich die Menschen frei entfalten können, ist für uns alle in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa die bewährte Lebensbasis. Freiheit und Wohlstand haben ein Niveau erreicht, dass es geschichtlich und leider im Vergleich zu anderen Ländern in der Welt sonst nicht gegeben hat oder gibt. Aber diese demokratische Gesellschaft regeneriert sich nicht von alleine. Ihre Mitglieder müssen hart daran arbeiten, sie zu erhalten und auszubauen. Für diese Aufgabe müssen wir unsere jungen Menschen vorbereiten. Demokratisches Leben und Handeln in der Komplexität unserer Gesellschaft ist nicht einfach und will gelernt sein. Das ist für uns ein wichtiger Auftrag und Programm. Wir sind auch überzeugt, dass man sich Demokratie nicht nur theoretisch und abstrakt im Geschichts- oder Politikunterricht aneignen kann. Damit sie richtig im Menschen verankert und Teil seines Instinktes wird, muss Demokratie permanent im täglichen Leben, im täglichen Umgang miteinander präsent sein und geübt werden. Daher sollen die Schülerinnen und Schüler der MSH von Anfang an lernen, Verantwortung in einer demokratischen Gemeinschaft zu übernehmen. Dazu gehören regelmäßige Gespräche vor und nach dem Unterricht, etwa darüber, wie man gemeinsam lernen und sich dabei helfen kann. Dazu gehört auch, dass die Achtung vor der Mitschülerin und dem Mitschüler entwickelt und Toleranz geübt wird. Im wöchentlichen Klassenrat werden gemeinsam Konflikte gelöst oder der Weg besprochen, wie Lernziele in der Gemeinschaft zu erreichen sind. Den schulischen Alltag sollen weniger Anordnungen und Gehorsam als vielmehr Diskussion über den gemeinsamen Weg und Überzeugung prägen. Die Einhaltung der Regeln für ein Zusammenleben ist im täglichen Leben nicht immer einfach. Deshalb muss das besonders beachtet und geübt werden. Dies alles entspricht dem von uns entwickelten und verfolgten demokratiepädagogischen Ansatz.

4. Gibt es so etwas wie eine besondere MSH-Atmosphäre, eine besondere MSH-Schulgemeinschaft?

Einen wichtigen und langen Teil des Tages verbringen unsere Schülerinnen und Schüler in der Gemeinschaft der MSH. Damit ist die MSH im Wesen ein Tagesinternat, also ein Internat, in dem man tagsüber betreut wird aber nur nicht über Nacht bleiben kann. Durch dieses tägliche Zusammenleben und Zusammenwirken entsteht eine enge Schulgemeinschaft, die wir durch eine Fülle von Aktivitäten und Aktionen fördern. So entwickeln wir derzeit Hockey zu unserem eigenen Schulsport und wir wollen mit der Zeit „unter unserer Fahne“ auch an Turnieren teilnehmen. Wir haben diesen speziell Hamburger Sport gewählt, weil für uns „Hamburg“ auch als Idee ein wesentlicher Teil unseres Selbstverständnisses ist. Wir pflegen die Schulgemeinschaft mit Festen, Theateraufführungen, Lesenächten, gemeinsamer Musik oder Klassenfahrten. Die gemeinsame Schulkleidung stärkt das Selbstbewusstsein [vgl. Frage (29)].

5. Ist eine Privatschule nicht zu elitär?

Nein. Das ist leider ein weit verbreitetes Vorurteil. Zunächst legen wir Wert auf die Feststellung, dass Schülerinnen und Schüler aus allen gesellschaftlichen Bereichen und Einkommensschichten zu uns kommen. Das Schulgeld kann je nach wirtschaftlicher Lage der Eltern ermäßigt werden, in besonderen Situationen ganz entfallen. Von „elitär“ kann daher bei uns keine Rede sein. Ganz allgemein gilt: Schulen in freier Trägerschaft sind ein wichtiges Element in unserer demokratischen Gesellschaft. Denn sie wirken auch nach staatlichem Willen an der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schulen mit. So steht das beispielsweise in den Hamburger Schulgesetzen (1). Privat getragene Schulen sind notwendige Alternativen und Ergänzungen zu staatlichen. Sie erweitern die Wahlfreiheit der Eltern, von besonderen Bildungs- und Erziehungsangeboten oder von pädagogischen Konzepten zum Wohle ihrer Kinder Gebrauch zu machen. Privatschulen erweitern die Freiheit von Eltern, eigene Schwerpunkte bei der Ausbildung ihrer Kinder zu setzen. Bei uns ist das unter anderem das Lernen von Chinesisch. Diese Sprache wird ab der ersten Klasse und für jedes Kind nirgendwo sonst in Hamburg angeboten. Das hat mit „elitär“ wirklich nichts zu tun – sondern mit dem Streben nach Bildung, Leistung und Orientierung in der modernen Welt.

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§ 112 Absatz 1 des Hamburgischen Schulgesetzes lautet: „Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulen) sind Bestandteil des Schulwesens der Freien und Hansestadt Hamburg. Sie erweitern das schulische Angebot und können das Schulwesen durch besondere Inhalte und Formen der Erziehung und des Unterrichtes fördern.“ § 1 des Hamburgischen Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft lautet: „Schulen in freier Trägerschaft wirken als Ersatzschulen oder als Ergänzungsschulen neben und an Stelle staatlicher Schulen bei der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schulen nach Maßgabe des Hamburgischen Schulgesetzes eigenverantwortlich mit.“ 

6. Sind die Leistungsanforderungen auf Privatschulen niedriger als an staatlichen Schulen.

Das ist ebenfalls ein altes Vorurteil. Es ist gleichsam das „Kontrast-Vorurteil“ zu dem in Frage (5). Aber auch dieses ist ebenso falsch wie das Vorurteil einer elitären Ausrichtung. Die Leistungs- und Prüfungsanforderungen an Schulen in freier Trägerschaft entsprechen in vollem Umfang denen staatlicher Schulen. Die staatlichen Bildungspläne, der vorgegebene Lehrstoff und die Lernziele sind zwingend vorgeschrieben und gelten uneingeschränkt auch für uns. Diese Verpflichtung, eine mindestens gleichwertige Bildung und Ausbildung zu leisten, ist für uns selbstverständlich und Ansporn. Deshalb werden unsere Abschlüsse auch in vollem Umfang und gleichberechtigt anerkannt. Allerdings haben wir als freie Schule natürlich einen eigenen pädagogischen Ansatz bei der Vermittlung des Wissens. Wir lassen uns mehr Zeit für die Betreuung der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers. Wir gehen intensiv auf die Einzelpersönlichkeit und deren Bedürfnisse ein.

7. Welche Lehrkräfte unterrichten an der MSH? Gibt es Unterschiede zu staatlichen Schulen?

Unsere Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule und des Gymnasiums haben zum weit überwiegenden Teil die gleiche wissenschaftliche und pädagogische Qualifikation wie ihre Kolleginnen und Kollegen an staatlichen Schulen. Sie haben in der Regel ihr Erstes Staatsexamen im Anschluss an ein Universitäts- bzw. Hochschulstudium absolviert und ihr zweites nach einem Vorbereitungsdienst im staatlichen Schulsystem. Sie haben sich dann für ein Engagement an der MSH entschieden, weil u.a. das Bildungs- und Erziehungskonzept der Schule etwas Besonderes ist. Etwas, für das es sich auch persönlich lohnt zu arbeiten. Hinzu kommt, dass eine Schule in freier Trägerschaft ihren Lehrkräften Arbeitsbedingungen einräumen kann, die es anderswo nur selten gibt. Für Chinesisch gibt es keine ausgebildeten Lehrkräfte. Deshalb wird das Fach Chinesisch mit Zustimmung der Schulbehörde von Damen und Herren unterrichtet, die aus China stammen, ein wissenschaftliches Studium absolviert und als ihren Lebensmittelpunkt Hamburg gewählt haben. Sie alle haben sich pädagogisch sehr gut eingearbeitet und tragen mit großem Engagement zur Weltoffenheit der MSH bei. Darauf sind wir besonders stolz.

II. SCHULFÄCHER, CHINESISCH, WEITERE SPRACHEN?
8. Welche Schulfächer werden in der Grundschule angeboten?

Zunächst werden in der MSH-Grundschule alle Pflichtfächer unterrichtet, die nach den Hamburger Bildungsplänen auch in staatlichen Schulen offiziell vorgegeben sind. Das sind Deutsch, Englisch, Mathematik, Sachunterricht, Kunst und Musik sowie Sport. Die musische Bildung wird bei uns zusätzlich durch das Fach Theater gefördert. Der Umfang des Stoffes und die Lernziele entsprechen denen staatlicher Schulen. Bei uns kommen Chinesisch [Fragen (11) bis (20)] und NIA hinzu. Bei NIA werden altersgerechte Bewegungsabläufe aus verschiedenen Sportarten kombiniert, um Gesundheit und Wohlbefinden gleichermaßen zu fördern. So verbessern z.B. schon früh Tanzbewegungen und bestimmte Techniken weicher asiatischer Kampfsportarten die Beweglichkeit und das Koordinationsvermögen der Schülerinnen und Schüler. Besonderen Wert legen wir auf der MSH auf eine umfassende Betreuung in den Lernzeiten und beim intensiven Förderunterricht. Wir engagieren uns, dass alle die Lernziele erreichen und weiterkommen.

9. Welche Schulfächer werden in der Beobachtungsstufe und der Sekundarstufe I des Gymnasiums angeboten?

Auch hier gilt: Es werden alle Pflichtfächer unterrichtet, die nach den entsprechenden Hamburger Bildungsplänen in den staatlichen Gymnasien angeboten werden: Deutsch, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften, Erdkunde, Kunst, Musik und Sport. Hinzu kommen im MSH-Bildungskonzept Chinesisch [Fragen (11) bis (20)], NIA, die Lernzeiten und der auf die Bedürfnisse dieser Altersgruppe abgestimmte Förderunterricht. Der Klassenrat rundet das Bildungsangebot ab. In der Betreuungszeit am Nachmittag kann zwischen speziellen MSH-Angeboten der Bereiche Sport, Kunst oder Musik gewählt werden.

10. Gibt es an der MSH nur individuelles Lernen oder auch andere Unterrichtsformen?

Ausgangspunkt bei uns ist, wie an anderen Schulen auch, der gemeinsame Unterricht in der Klasse. Das Erlebnis und die Erfahrung des „gemeinschaftlichen Lernens“ kommen bei uns nicht zu kurz. Es ist ein intensiverer Unterricht in der Klassengemeinschaft möglich. So kann man aber auch bereits während des Klassenunterrichtes auf individuelle Lernengpässe und Bedürfnisse eingehen. Besonders unsere Doppelstunden ermöglichen es, dass bei der Stillarbeit der Lernerfolg des Einzelnen intensiv betreut werden.
Hinzu kommen die Lernzeiten, die auf das individuelle Erarbeiten des Lehrstoffes abzielen. Ergänzt wird das Ganze bei Bedarf durch den Förderunterricht.

11. Welche Bedeutung hat Chinesisch?

China hat mit einer Bevölkerung von 1,34 Milliarden Menschen eine größere Zahl an Einwohnern als Nordamerika, Europa und Russland zusammen. Das Bruttoinlandsprodukt nimmt selbst in den aktuellen schwächeren Wachstumsphasen immer noch mit Raten zwischen 7 und 8 Prozent zu. Das ist mehr als in Europa oder Amerika. Chinesische Unternehmen drängen auf die europäischen Märkte. Umgekehrt nehmen die Handelsbeziehungen deutscher und europäischer Firmen mit China zu. Allein in Hamburg haben 360 chinesische Unternehmen Niederlassungen. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass Chinesischkenntnisse die Berufschancen deutlich verbessern.

12. Welche chinesische Sprache wird gelernt? Was lernt man dabei über China?

Die Schülerinnen und Schüler der MSH lernen Hochchinesisch (auch Mandarin genannt). Es ist die offizielle Sprache in der Volksrepublik China, in der Republik China (Taiwan) und in Singapur. Sie wird von etwas weniger als 850 Millionen Menschen in der Welt gesprochen und ist damit die weltweit meistgesprochene Sprache. Es gibt Schätzungen chinesischer Medien, dass gegenwärtig etwa 40 Million „Nicht-Chinesen“ weltweit Hochchinesisch lernen. Für uns auf der MSH ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler im Sprachunterricht gleichzeitig auch einen Weg in die alte und reiche chinesische Kultur finden. So wollen wir insgesamt erreichen, dass unsere Schülerinnen und Schüler durch die Sprachkenntnisse und gleichzeitig das Wissen um Chinas Geschichte und Kultur die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse im bevölkerungsreichsten Land der Erde verstehen.

13. Ist die chinesische Sprache besonders schwierig zu lernen?

Hochchinesisch gilt gemeinhin als schwierige Sprache. Das stimmt aber nur bedingt. Die chinesische Sprache ist anders aufgebaut als die Sprachen in Europa. Wer aber Chinesisch lernen möchte und früh in seinem Leben beginnt, kann die Unterschiede dieser Sprache zu westlichen im Laufe der Zeit leichter erkennen und beachten. Der kann sich auch besser auf die anderen Lernmethoden einstellen, die für das Chinesische notwendig sind. Es gibt übrigens auch Bereiche der chinesischen Sprache, die leichter zu erlernen sind, als bei westlichen Sprachen.

14. Welches sind die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Chinesischen und den westlichen Sprachen

Der größte Unterschied ist die Schrift. Sie scheint fast nicht lernbar zu sein. Es gibt viele tausend Zeichen, die alle unterschiedlich sind. Manchmal unterscheiden sie sich nur durch einen Strich oder Striche und Punkte. Dennoch gibt es einen Zugang. Jedes Schriftzeichen besteht aus sich wiederholenden Grundzeichen. Wenn man die Grundzeichen beherrscht, fällt das Erlernen neuer chinesischer Schriftzeichen zunehmend leichter. Ein anderer Unterschied ist die Aussprache des Chinesischen, die Töne. Der wohl schwierigste Teil der gesprochenen chinesischen Sprache für uns Menschen aus dem Westen ist die Unterscheidung der Töne. Chinesisch ist eine tonale Sprache. Im Hochchinesischen gibt es vier unterschiedliche Töne und den schwachen oder neutralen Ton. Das bedeutet, dass der Verlauf der Tonhöhe eines gesprochenen Wortes eine Auswirkung auf die Bedeutung des Wortes hat. Ein Beispiel: Während das chinesische Wort „wen“ mit einem abfallenden Ton (= 4. Ton) gesprochen „Frage“ heißt, heißt es mit dem zuerst abfallenden und dann ansteigenden Ton (= 3. Ton) gesprochen „küssen“ oder „Kuss“. Aus der Frage nach dem Weg, könnte bei falscher Betonung die Frage entstehen: „Darf ich Sie küssen?“ Ohne die Beherrschung der Töne ist es unmöglich die chinesische Sprache richtig zu verstehen oder zu sprechen. Die gute Nachricht: Die chinesische Sprache kennt fast keine Grammatik, es gibt weder Zukunftsformen noch Vergangenheitsformen. Das Chinesische kennt auch keine Pluralformen. Verben werden nie verändert. Es gibt daher kein Konjugieren und Deklinieren, also das, was Sprachenlernen am Anfang oft so mühselig macht.

15. Welche Auswirkungen haben die Besonderheiten der chinesischen Sprache auf die Methode des Sprachenlernens?

Das Erlernen der chinesischen Sprache braucht viel Zeit, Fleiß und Einfühlung. Deshalb ist es wichtig, früh zu beginnen. Das gilt für die chinesischen Kinder genauso wie für die europäischen. Dem kommunikativen und themenzentrierten Unterricht in der chinesischen Sprache muss für westliche Schülerinnen und Schüler zunächst einmal eine Phase der Vorbereitung vorangehen. In dieser Phase von ca. 150 Unterrichtstunden wird die Umschrift der chinesischen Aussprache in lateinische Buchstaben (pinyin) gelernt, die Beherrschung der richtigen Strichreihenfolge für die chinesische

16. Wie wird das in der MSH umgesetzt?

Fleiß und Einfühlung sind notwendige Qualitäten für das Erlernen von Chinesisch. Dafür wird den Schülerinnen und Schülern in der MSH eine besondere atmosphärische Lernumgebung gegeben: Entspannung, Meditation, Ruhe, Intensität. Bei unseren Jüngsten steht das Erlernen der Zeichen nicht im Vordergrund. Wichtiger und vor allem altersgerecht in der Grundschule ist das Erlernen von Sprachmelodie und Tonhöhe [vgl. Frage (14)]. Das macht den Grundschülerinnen und Grundschülern erfahrungsgemäß auch sehr viel Spaß. Sie akzeptieren übrigens die Anforderungen der Sprache, wenn sie deren besondere Rahmenbedingungen kennenlernen. Das chinesische Sprachenlernen steht deshalb immer im Kontext der Geschichte und der Kultur des Chinesischen, aber auch in der Auseinandersetzung mit dem modernen China.

17. Welche Sprachlernziele werden erreicht?

In der Primarstufe der MSH sowie in den ersten Jahrgängen der Sekundarstufe sollen alle wichtigen Grundlagen (Grundzeichen, Umschrift in lateinische Buchstaben und Töne, Grundprinzipien der Wortbildung exemplarische Satzkonstruktionen) für die chinesische Sprache sicher erworben werden. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält genügend Zeit dafür. Bereits im zweiten Jahrgang beginnt der thematische, kommunikative Unterricht. In Klasse 7 der ersten Jahrgänge der Sekundarstufe sollen die Schülerinnen und Schüler das Niveau der Kompetenzstufe A 2 des Gemeinsamen Europäische Referenzrahmens für das Erlernen von Sprachen erreicht haben. Das befähigt z.B., einfache Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke des täglichen Lebens zu verstehen. Oder, dass man sich in einfachen Situationen verständigen kann. Das Erreichen dieses Lernziels ist möglich, da die chinesische Sprache eine sehr einfache Grammatik hat [vgl. Frage (14)]. In der Sekundarstufe werden dann später ganze Themenmodule in der chinesischen Sprache unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler können damit ihre chinesischen Sprachkenntnisse weiter vertiefen. Ab der 10. Klasse kann die Schülerin oder der Schüler selbst entscheiden, ob sie bzw. er weiter Chinesisch lernt. Dabei dürfen Art und Umfang des zu erreichenden Kompetenzniveaus in der Sekundarstufe II selbst bestimmt werden. Im Idealfall sind die Schülerinnen und Schüler nach dem Abitur in der Lage, Chinesisch zu studieren oder eine Universität in China zu besuchen. Das Sprachkonzept für die MSH wird gemeinsam mit zuständigen Fachgremien weiterentwickelt.

18. Ist es möglich, ohne Kenntnisse der chinesischen Sprache ab 10. Klasse auf die MSH zu wechseln?

Ja. Chinesisch ist ab 10. Klasse freiwillig [vgl. Frage (17)]. Es kann eine andere Sprache gewählt werden [vgl. Frage (21) und (22)] Ein Wechsel auf die MSH ist also auch in der Oberstufe des Gymnasiums ohne Probleme möglich.

19. Wie kann mein Kind die Kenntnisse im Chinesischen aufholen, wenn es vor der 10. Klasse auf die MSH wechselt?

Darauf sind wir vorbereitet: Unsere Fachkräfte, die Chinesisch unterrichten [vgl. Fragen (7) und (20)], werden in der Sekundarstufe die Sprachkenntnisse in Intensivkursen vermitteln. Bei dem Unterricht in Kleingruppen werden nach den Erfahrungen beim Training von Sprachen in angemessener Zeit gute Erfolge erzielt. Die Kurse werden so organisiert, dass sie in den Betreuungszeiten stattfinden. In der Grundschule und in der 5. Klasse besteht noch keine Notwendigkeit für besondere Kurse. Der Lehrstoff ist in den frühen Klassen durch Wiederholen und in sich geschlossene Lerneinheiten so aufgebaut, dass man auch später seinen Weg in die chinesische Sprache findet [vgl. Frage (16)].

20. Wer unterrichtet Chinesisch? Welche Erfahrungen gibt es mit dem Chinesischunterricht in Deutschland?

Das Fach wird bei uns von Lehrkräften unterrichtet, deren Muttersprache Chinesisch ist, die eine akademische Ausbildung absolviert haben, gut Deutsch sprechen und in Hamburg leben. Sie haben sich intensiv in die pädagogischen Grundlagen des Unterrichtes eingearbeitet und vertreten ihr Fach mit großem Engagement. Ihre Erfahrungen werden nach und nach in Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien eingehen. Der gegenwärtige Entwicklungsstand der Fachdidaktik für den Chinesischunterricht lässt die Darstellung eines vollständigen methodischen Systems noch nicht zu. In der Regel bestimmt die jeweilige Lehrkraft die Methode und die Wahl des Materials. Wir wollen mithelfen mit dem eigenen Modell diese Lücke auch für andere Schulen zu schließen.

21. Gibt es neben Englisch und Chinesisch auch noch eine weitere Sprache an der MSH?

Das besondere, auf Internationalität ausgerichtete Konzept der MSH sieht vor, dass Kenntnisse in den wichtigsten und meistgesprochenen Weltsprachen vermittelt werden. Geschätzt wird, dass sich etwa 1,5 Milliarden Menschen auf Englisch verständigen können. Ca. 1,4 Milliarden Menschen sprechen Chinesisch in allen Varianten. Als weitere wichtige Weltsprachen kommen Spanisch und Französisch hinzu. Etwa 420 Million Menschen, vor allem in Süd- und Nordamerika, verständigen sich auf Spanisch. Rund 370 Million Menschen können sich auf Französisch verständigen, vornehmlich in Europa und Afrika. Deshalb will die MSH im Gymnasialbereich als weitere Sprachen Spanisch und Französisch anbieten. Sie können nach Wahl bzw. auf freiwilliger Basis gelernt werden.

22. Ist mit den an der MSH angebotenen Sprachen ein späterer Schulwechsel, etwa bei einem Umzug, möglich?

An den meisten Gymnasien in Deutschland beginnt die Sprachenausbildung mit Englisch. Später kann vielfach zwischen Französisch und Latein gewählt werden. Nicht selten wird auch Spanisch angeboten, je nach Größe der Schule und der Verfügbarkeit von Sprachlehrern. Das Sprachenangebot der MSH wird diese Anforderungen an anderen Gymnasien abdecken. Bei einem Schulwechsel dürften übrigens die Kenntnisse im Chinesischen nicht verloren sein. Zum einen gibt es in jedem Bundesland in Deutschland in den großen Städten Gymnasien, an denen Chinesisch angeboten wird. Zum anderen gilt: Wer an der MSH Grundkenntnisse erworben hat, wird sie später sicher im Sprachkurs oder an der Universität, vielleicht sogar in China selbst, wieder aktivieren können.

III. ZEUGNISSE, ORGANISATION, SCHULALLTAG?
23. Gibt es an der MSH besondere Zeugnisse?

Ja. Wir wollen die Persönlichkeit, die besonderen Fähigkeiten und das Entwicklungspotential unserer Schülerinnen und Schüler erfassen und würdigen. Wir sind überzeugt, dass dies nicht mit einer Schulnote in den Unterrichtsfächern zu machen ist. Deshalb basieren unsere Zeugnisse auf der Würdigung der Gesamtpersönlichkeit, den aktuellen Leistungen und dem, was in den Schülerinnen und Schülern an Kompetenz und Potential steckt. Sie zeigen, wo man steht und wie es weitergehen soll. Auf dieser Basis kann dann gemeinsam mit den Eltern und Schülerinnen bzw. Schülern beraten werden, wie der Weg in die Zukunft aussieht, wo Stärken ausgebaut werden können, wo gefördert werden sollte. Dies System hat sich bisher bewährt. Ab der 9. Klasse erhalten alle Schüler ein Notenzeugnis.

24. Was ist ein Klassenteam? Wie halte ich Kontakt zu ihm und zu den Fachlehrern?

An der MSH engagiert sich ein Klassenteam aus zwei Lehrerinnen oder Lehrern bei der Leitung und Führung einer Klasse. So ist jederzeit mindestens eine Lehrkraft in der Lage, diese Aufgaben wahrzunehmen. Das Klassenteam teilt sich die vielfältigen Aufgaben der allgemeinen Betreuung der Schülerinnen und Schüler auf. Damit ist mehr Zeit für das „Kümmern“ um die individuellen Belange und Sorgen der einzelnen Schülerin bzw. des Schülers verfügbar. Beurteilungen, die pädagogische Betreuung, Förderung und Hilfen basieren auf zwei gleichwertigen Meinungen, die eine fundierte Wertung und Entscheidung über eine weitere Förderung ermöglichen. Die Lehrkräfte des Klassenteams und die Lehrerinnen und Lehrer für die Unterrichtsfächer sind auch für die Eltern leicht erreichbar: Per E-Mail, während der wöchentlichen Sprechzeiten, bei den Lernentwicklungsgesprächen (nach den Halbjahreszeugnissen), an Elternabenden oder in der Grundschule anlässlich des „Offenen Klassenzimmers“. Bei besonderem Bedarf kann natürlich auch ein weiterer Einzeltermin vereinbart werden.

25. Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrerinnen/Lehrern bei der Erziehung der Schülerinnen und Schüler?

Wir setzen auf eine kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Eltern, den Lehrerinnen bzw. Lehrern des Klassenteams und den Lehrkräften der jeweiligen Unterrichtsfächer [vgl. Frage (24)]. Die Kontakte sind wichtig und schnell hergestellt. Besondere Bedeutung haben dabei natürlich die Lernentwicklungsgespräche jeweils nach den Halbjahreszeugnissen. Vor allem sie dienen dazu, auf der Basis der Erfahrungen im letzten Halbjahr die Förderung und den Lernfortschritt der Schülerin bzw. des Schülers zu planen.

26. Wie kann ich überprüfen, welche Hausaufgaben mein Kind hat?

Grundsätzlich gibt es in der Grundschule keine Hausaufgaben. Ein wesentliches Element des pädagogischen Konzeptes der MSH ist, dass der Unterrichtsstoff in den Lernzeiten und dem Förderunterricht nachbereitet, vertieft oder vorbereitet wird. Dabei steht eine pädagogische Betreuung bereit. Diese Lernzeit in der Schule ersetzt die Hausaufgaben und verspricht größere Lernerfolge. Wenn eine Schülerin bzw. ein Schüler bei der Bearbeitung des Stoffes nicht weiterkommt, kann sie oder er unmittelbare Hilfe durch die Betreuungslehrer erwarten. Niemand, weder Schüler noch Eltern, müssen zuhause über einen Englischtext oder einer Matheaufgabe verzweifeln. Das Problem wird in der Schule gelöst. Die Zeit zuhause soll unbeschwert und ohne Druck bei den Hausaufgaben verbracht werden. Es gibt allerdings eine begründete Ausnahme. Wer länger gefehlt hat und trotz des MSH-Betreuungsangebotes seine Aufgaben nicht abschließend in der Schule erarbeiten kann, wird auch zuhause etwas für den Erfolg tun müssen. Im Gymnasium kommen die Schülerinnen und Schüler nicht ohne Aufgaben zu Hause aus. Dabei gilt aber: Der schwierigere Stoff wird in der Schule unter Betreuung bearbeitet. Zu Hause soll ein weniger umfangreicher und leichterer Teil erledigt werden. Dazu gehören etwa die Lektüre von Literatur, Vokabeln lernen oder die Bearbeitung geographischer Themen.

27. Wie sieht der Schulalltag aus?

Das System der Ganztagsschule entspricht dem pädagogischen MSH-Konzept der umfassenden Begleitung und Betreuung unserer Schülerinnen und Schüler. Unterrichtszeiten am Vor- und Nachmittag sowie die Möglichkeit einer anschließenden Betreuungsphase bieten einen Zeitrahmen, in dem der Unterrichtsstoff optimal erarbeitet und unter fachlicher und pädagogischer Anleitung auch wirkungsvoll vertieft werden kann. Die Unterrichtszeiten sind wie folgt organisiert:

Vorschule: Montag bis Freitag 08.00 bis 13.00 Uhr

Grundschule: Montag bis Donnerstag 08.00 bis 16.00 Uhr,
Freitag 08.00 bis 13.00 Uhr mit anschließender Betreuung bis 16 Uhr

Gymnasium: Montag bis Donnerstag 08.00 bis 15.00 Uhr, Freitag 08.00 bis 14.00 Uhr

In den Vormittagsstunden von 08.00 Uhr bis zur Mittagspause gegen 13.00 Uhr liegt der Schwerpunkt des Unterrichtes. Insbesondere Sprachen und Mathematik sollen  möglichst vormittags und in Doppelstunden vermittelt werden. Das verschafft angemessene Ruhe und Geduld, um sich mit komplizierteren Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Von 13.00 bis 14.00 Uhr folgen das Mittagessen und eine „Aktive Pause“ mit Bewegung und Spiel. Im Anschluss an den Unterricht am Nachmittag wird bis 18.00 Uhr eine Betreuung durch Sozialpädagoginnen und Trainer von Hortkursen (Sport, Kunst, Musik) oder die Möglichkeit zur betreuten Stillarbeit angeboten.

Im täglichen Schulbetrieb legen wir Wert auf die Einhaltung wichtiger Grundregeln des Miteinander: Toleranz, Rücksichtnahme, Respekt vor den Mitmenschen, soziales Verhalten. Dies ist Teil des MSH-Konzeptes des Demokratischen Lernens, mit dem die Regeln der demokratischen Gesellschaft durch die Erziehung an dieser Schule vermittelt werden. [vgl. dazu Frage (3)]   

28. Wie viele Gerichte gibt es beim Mittagessen? Wird auf Vegetarier und Allergiker Rücksicht genommen?

Das Mittagessen wird täglich durch ein Restaurant geliefert, das sich auch für andere Kunden als Caterer bewährt hat. Die Mahlzeiten erfüllen die Qualitätsstandards für die Schulverpflegung. Es werden zwei Gerichte angeboten, eines mit Fleisch oder Fisch und eines für Vegetarier. Wer vegetarisch essen will, muss dies vorher anmelden. Allergiker müssen wir aus Kostengründen bitten, ihr eigenes Essen mitzubringen. Die Einzelheiten besprechen wir gerne mit den Eltern.

29. Gibt es eine Schulkleidung?

Ja. Wir wissen von Ländern mit einer langen Tradition an Privatschulen, wie z.B. den Niederlanden oder England, dass eine gemeinsame Schulkleidung das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt. Sie bringt eine schulische Gemeinschaft zum Ausdruck, nach innen wie auch nach außen. Sie symbolisiert die Gleichberechtigung jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers. Deshalb erwarten wir, dass die Schulkleidung von allen Schülerinnen und Schülern getragen wird. Sie ist modern und entspricht den Kleidungsgewohnheiten junger Menschen. Es gibt T-Shirts, Poloshirts, Fleecejacken und einiges mehr. Hosen oder Röcke sind nicht vorgesehen. Sie können beliebig gewählt und getragen werden. Daneben gibt es eine Sportbekleidung. Die Farben sind rot, weiß und blau: Die maritimen Farben, die zu Hamburg passen, zu denen auch die Hamburg-Farben Weiß-Rot gehören. Die Kleidung wird von einer Firma angeboten, die sich auf Schulkleidung spezialisiert hat. Übrigens hat eine Schulkleidung auch den Vorteil, dass beim Anziehen morgens die Qual der Wahl entfällt. Wer kennt nicht die Frage: „Was soll ich heute anziehen?“ Diese Entscheidung nimmt die Schulkleidung ab. Und auf Dauer spart das auch Geld. Für die längste Zeit des Tages wird nichts zusätzlich an Kleidung benötigt, allenfalls eine neue Hose oder ein neuer Rock.

IV. ANMELDUNG, SCHULGELD, BETREUUNGSKOSTEN?
30. Gibt es Anmeldefristen?

Nein. Sie können Ihr Kind jederzeit anmelden, solange Plätze in der gewünschten Klasse frei sind. Zum Schuljahresbeginn ist dies einfach. Hier, auf der Website, finden Sie eine Absichtserklärung zur Anmeldung. Einfach ausfüllen und elektronisch absenden. Wir melden uns dann bei Ihnen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Selbstverständlich laden wir Sie, Mutter, Vater, Schülerin oder Schüler zu einem Gespräch bei uns ein. Das hat sich vor allem auch dann bewährt, wenn Sie Ihr Kind während des Schuljahres anmelden möchten. Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine Mail: info@moderne-schule-hamburg.de  

31. Wie verläuft die Aufnahme? Wie komme ich an die Informationen auf der internen MSH-Website?

Wenn wir uns gemeinsam für eine Zukunft Ihres Kindes auf der MSH entschieden haben, schließen wir einen Vertrag über den Schulbesuch Ihres Kindes bei uns. Damit erhalten Sie auch den Zugang zu den Interna auf der MSH-Website. Dort finden Sie alle aktuellen Termine, die Stundenpläne, den längerfristigen Kalender (z.B. die Termine für die Klassenfahrten), wichtige aktuelle Informationen, alles zur Schulkleidung und vieles mehr. Sie werden über die vielen besonderen Veranstaltungen in der MSH informiert, wie z.B. Lesenächte, Sportaktionen oder außerunterrichtliche Aktivitäten. Auf der internen MSH-Website können Sie auch „an“ ein schwarzes Brett „gehen“, auf dem Sie das Schulleben mit vielen Fotos mitverfolgen können.

32. Was an Schulgeld und anderen Kosten kommen in der Schule auf mich zu?

Freie Schulen erhalten zwar Finanzhilfe vom Staat, aber im Vergleich zu einer staatlichen Schule keine Vollfinanzierung. Sie müssen einen Teil der Gesamtkosten selbst aufbringen. Hinzu kommt, dass die Leistungen der MSH mit ihren besonderen Bildungs- und Betreuungsangeboten, aber auch an speziellen schulischen Einrichtungen, zusätzliche Finanzmittel binden. Daher benötigen wir für unsere Bildungsangebote ein Schulgeld. Es beträgt für Privatschulen in Hamburg pro Monat und Schüler 200 Euro. Auf Antrag der Eltern kann das monatliche Schulgeld auf 150 Euro oder 100 Euro gesenkt werden. In besonderen Fällen kann das Schulgeld ganz entfallen. Der Anmeldebeitrag beträgt einmalig 250 Euro. Hinzu kommt der monatlich anfallende Betrag für das Mittagessen. Es beträgt derzeit knapp 76 Euro pro Monat. Für Verbrauchsmaterialien fallen im Schuljahr etwa 30 bis 60 Euro an. Die Schulkleidung muss finanziert werden – dadurch kann aber bei anderen Kleidungsstücken wieder eingespart werden [vgl. Frage (26)]. In höheren Klassen sind Klassenfahrten geplant. Hierfür benötigen wir einen Zuschuss, der je nach Reiseziel und Dauer variiert. In der 1. Klasse und in der 5. Klasse findet Schwimmunterricht statt. Für die Fahrt zum Schwimmbad und den Eintritt müssen wir um die Übernahme der Kosten bitten. In all diesen Fragen von Schulgeld und sonstigen Kosten stehen wir natürlich jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung.

33. Werden bei der Einschulung Spenden erwartet?

Nein. Spenden sind keine Voraussetzung für die Aufnahme an der MSH. Zur generellen Frage von Spenden sollte aber bedacht werden, dass die MSH sich zu einem durchaus nennenswerten Anteil selbst finanzieren muss [vgl. Frage (33)]. Dies ist umso mehr von Bedeutung, als die MSH besondere Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsleistungen anbietet, die umfangreiches und hochqualifiziertes Personal und eine aufwändigere Infrastruktur erfordern. Hinzu kommt, dass die MSH und ihr Schulträger, die „Moderne Schule Hamburg gemeinnützige GmbH“, durch eine Eigeninitiative engagierter Pädagogen und Eltern entstanden ist. Sie wollen Demokratie, Toleranz, Weltoffenheit und Moderne mit dem eigenen pädagogischen Konzept in „Schule“ umsetzen. Hinter der MSH steht keine große Organisation oder Religionsgemeinschaft als Schulträger und Mitfinancier der Schule. Deshalb ist die unabhängige und gemeinnützige MSH auf Unterstützung und Spenden angewiesen, sei es als Geldleistung, sei es als Sachleistung.

34. Was kostet die Betreuung im Hort?

Eltern, deren Kinder unsere Schule besuchen und die nach dem Kita-Gutscheinsystem förderberechtigt sind, können die Gutscheine für die Nachmittagsbetreuung der Vorschüler von 13.00 bis 18.00 Uhr, der Grundschüler von 16.00 – 18.00 Uhr und für die Gymnasiasten von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr bei uns einlösen (wahlweise zwei-, drei oder fünfstündige Betreuung an drei bis fünf Tagen in der Woche). Wer keinen Kita-Gutschein hat, setzt sich bitte mit der MSH-Hortleitung in Verbindung.

35. Was wird im Hort geboten?

Ihre Kinder werden nach dem Mittagessen bei uns im MSH-Hort betreut. Die Betreuungsangebote umfassen Kurse in Kunst, Musik und Sport. Für die Kurse wird kein zusätzlicher Betrag erhoben; Ausnahmen gelten für den Einzelunterricht mit einem Musiklehrer, sowie bei aufwendigen Kursen für Material- oder Fahrtkosten. Einzelheiten sind auf der MSH-Website unter „MSH-Hort…Kursbeschreibungen“ dargestellt. Für die Kinder der Vorschule wird eine Betreuung von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr angeboten. Für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule ab 16.00 Uhr und des Gymnasiums ab 15.00 kann eine Betreuung ggf. bis 18.00 Uhr wählen.